Gewässerschutz ermittelt zum Teil wesentlich zu hohe Nitratwerte in privaten Brunnen

Grundwasser massiv belastet

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Physiker Harald Gülzow hat das Wasser analysiert und erschreckende Werte in einem Drittel der Proben ermittelt. Foto: VSR

Seehausen/Osterburg/Arendsee. Das Grundwasser im Norden der Altmark ist zum Teil ganz massiv mit Nitraten belastet. Und zwar so stark, dass es nicht getrunken werden darf.

Der VSR-Gewässerschutz hatte im August Wasser aus 36 privat genutzten Brunnen im Raum Seehausen/Osterburg/Arendsee analysiert und in einem Drittel der Proben eine teilweise wesentlich zu hohe Nitratkonzentration festgestellt. Wie Harald Gülzow vom VSR mitteilt, ist stark belastetes Grundwasser zum Trinken nicht mehr geeignet. Wässert man damit den Garten, kann sich das Nitrat auch in verschiedenen Gemüsesorten anreichern. „Neben dem gesundheitlichen Aspekt darf auch der ökologische nicht vernachlässigt werden, denn das mit Nitraten belastete Grundwasser sickert den Bächen in der Region zu und fließt dann über die Elbe zur Nordsee“, warnt Gülzow. Dort fördert das Nitrat das Algenwachstum, es kommt zur Eutrophierung.

Als Ursache für die hohen Nitratauswaschung ins Grundwasser sieht der VSR Gülle aus der Tierhaltung, Gärreste aus Biogasanlagen oder mineralische Düngemittel, die auf den Feldern ausgebracht werden.

Von Ulrike Meineke

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