Kühlungsborn zeigt Bömenzien, was sich aus Wachturm machen lässt

Grenzregime konserviert: Badeort schwimmt voraus

+
Besucher können den Grenzturm hinaufsteigen.

Kühlungsborn / Bömenzien. Auch wenn zwischen Kühlungsborn an der Ostsee und Bömenzien in der Altmark 150 Kilometer und mehr liegen, haben beide doch Grenzerfahrungen und einen erhaltenen Wachturm, allerdings mit unterschiedlichen Zukunftsaussichten.

Von deutscher Teilung und DDR-Grenzregime zeugt in dem auch bei Altmärkern beliebten Badeort ein 15 Meter hoher Turm, dessen sich ein 2002 gegründeter Verein angenommen hat. Die Geschichtsfreunde zeigen, wie es gehen kann, auch gegen Widerstände. Vor drei Jahren hat sogar ein kleines Museum eröffnet. Der Wachturm in Bömenzien bei Seehausen soll, wie bereits berichtet, zwar erhalten bleiben, größere touristische Pläne scheinen ob der Kosten aber erst einmal vom Tisch. Kühlungsborn und Bömenzien könnten verschiedener nicht sein. Die Türme sind zudem unterschiedlichen Typs. Und dennoch sieht so mancher Altmärker nach wie vor Potenzial.

Am Kühlungsborner Grenzbeobachtungsturm soll Geschichte erlebbar dargestellt werden. „Es wird über Schicksale, Hintergründe und das Leben im Grenzgebiet informiert“, heißt es vom Verein. Der Seeturm lässt sich über versetzte Leitern besteigen, die jeweils mit einem halbkreisförmigen Podest nach unten gesichert sind. Die Kanzel ermöglicht einen Rundumblick. Weitere Informationen unter: ostsee-grenzturm.com.

Von Marco Hertzfeld

Kommentare