Dorf punktet beim Rundgang für Landeswettbewerb

Gladigau zeigt sich Jury von seiner besten Seite

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Norbert Lazay zeigt Kommissionsvorsitzendem Johannes Wesselmann, wo es in Gladigau weitergeht. Für die Jury ist es die dritte Station gewesen. Insgesamt bewerben sich 16 Dörfer in Sachsen-Anhalt. Die beiden Besten nehmen am Bundeswettbewerb teil.

Gladigau. Gladigau könnte sich schon bald Sachsen-Anhalts schönstes Dorf nennen. Der Ort dürfte bei der Wettbewerbskommission gestern Vormittag einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen haben.

Ortsbürgermeister Matthias Müller und Pfarrer Norbert Lazay, die den zweistündigen Rundgang minutiös vorbereitet hatten, waren jedenfalls mit dem Verlauf sichtlich zufrieden. Lazay zur AZ: „Selbst das Wetter ist auf unserer Seite. “ Johannes Wesselmann vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt sowie seine Jurykollegen hörten aufmerksam zu, fragten nach, notierten und fotografierten. Am 29. August sollen die beiden Besten des 9. Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ und Teilnehmer am Bundesfinale 2016 bekannt gegeben werden.

Das gesamte Dorf will ganz offensichtlich den Titel, und so fiel es Bürgern beim Rundgang auch nicht schwer, von ihrem Leben in Gladigau zu berichten. Schnell kam unter anderem die Rede auf das plattdeutsche Dorftheater, den Jugendklub, den Posaunen- und den Kirchenchor, den Schützenverein und den Sportverein Blau-Weiß. Dass in den Vereinen des 330-Seelen-Ortes (mit Ortsteilen) auch etliche Menschen von außerhalb mitmachen, ließ die Kommission aufhorchen. Dass es gleich mehrere landwirtschaftliche Betriebe in Gladigau gibt, sei ebenfalls keine Selbstverständlichkeit. „Und wie sieht es mit dem Leerstand aus?“, fragte Wesselmann. Lazay musste nicht lange überlegen und punktete: „Bei uns steht kein Haus leer.“

Von Marco Hertzfeld

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