„An Generationen denken“

Klimawandel wichtiges Thema für Forstbetriebsgemeinschaft „Osterburg“

+
Förster Gunnar Schulze (r.) führte die Exkursion und zeigte den Mitgliedern der Forstbetriebsgemeinschaft „Osterburg“ neue Methoden der Aufforstung.

Osterburg / Ziegenhagen. 100 bis maximal 120 Jahre bleibt sie stehen, die Kiefer. Eine Birke darf bis zu 80 Jahre alt werden. Der „Brotbaum der Altmark“, die Eiche, wird nach höchstens 180 Jahren gefällt und verarbeitet.

Das sind laut Forstexperten Gunnar Schulze die Lebensspannen, in der jene Baumarten wachsen. Eine Dauer, die die menschliche Zeit auf Erden weit übersteigt. Schulze, Betreuungsforstamt Nord-Östliche Altmark, spricht aus diesem Grund von einem „Generationenvertrag“. „Was wir heute Ernten haben unsere Ur- und Großeltern einst gepflanzt. “.

Der Sonnabend stand am Vormittag für einen Teil der 470 Mitglieder der Forstgemeinschaft, die der Förster betreut, ganz im Zeichen der Aufforstung, bei welcher man „immer an die kommenden Generationen“ denken müsse. Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft „Osterburg“ hatten sich nach Ziegenhagen begeben, um sich von Schulze neue Methoden und modernes Gerät der Forstwirtschaft präsentieren zu lassen.

Vor allem das Thema „Klimawandel“ bewegte dabei die Gemüter, wie auch Hans-Jürgen Ahrend, Geschäftsführer der Gemeinschaft deutlich machte. Dessen Forstbetriebsgemeinschaft umfasst 5000 Hektar Waldfläche und ist mit 900 Waldbesitzern die zweitgrößte in Sachsen-Anhalt.

Die in der östlichen Altmark weit verbreitete Kiefer käme mit Klimaschwankungen am besten aus. „1000 Hektar von den 2700 Hektar Wald in meinem Revier im Bereich zwischen Werben, Altenzaun, Erxleben und Königsmark sind mit Kiefern bewachsen“, sagte Schulze gegenüber der AZ.

Roteiche und Birke seien weitere Arten, die mit künftigen Herausforderungen besser klar kämen, als der „Verlierer des Klimawandels“, die Buche. Um die Fördermöglichkeiten in der Aufforstung, der Laubbaumaufforstung, der Sicherung junger Triebe vor hungrigem Wild ging es des Weiteren bei der Exkursion.

Von Alexander Postolache

Kommentare