Osterburger und Gäste feiern die restaurierte Buchholzorgel

„Gebaut von Meisterhänden“

+
Linda Jörke füllt Sektgläser, mit denen die Besucher auf die restaurierte Orgel anstoßen.

Osterburg. „Wir sind angekommen. Mit Klängen, die zu Herzen gehen, gebaut von Meisterhänden. Was für ein Tag. “ Pfarrerin Claudia Kuhn scheint ein riesengroßer Stein vom Herzen zu fallen.

Die Buchholzorgel ist restauriert, noch besser: auf ihren Originalzustand von 1825 zurückgeführt. Gut vier Jahre haben die Arbeiten gedauert und etwa 420 000 Euro gekostet, deutlich mehr als anfangs gedacht. Die Idee ist viel älter. Eine Mammutaufgabe, deren Bewältigung stolz mache. Werner Koch, ein renommierter Kirchenmusiker aus Rostock, zeigt, was Osterburgs Königin der Instrumente zu leisten vermag. „Sei gegrüßt, du Gnadenreiche“, leitet in die Festveranstaltung ein. Einheimische und Gäste sind begeistert, ein Hörgenuss.

Nico Schulz, Bürgermeister und Vorsitzender des Orgelfördervereins, hebt das bürgerschaftliche Engagement hervor. In anderen Orten wäre ein solches Vorhaben vermutlich ausschließlich über den Haushalt der politischen oder religiösen Gemeinde und mit jeder Menge Fördergeld finanziert worden. „Bei uns war das nicht so einfach.“ Ohne die zahlreichen großen und kleinen Spender, Stiftungen, Lotto-Toto und die anderen Unterstützer hätte das ambitionierte Projekt nicht gestemmt werden können, ist der Christdemokrat überzeugt. „Die Buchholzorgel ist die gute Seele dieses Gotteshauses.“ Doch die Nicolaikirche sei längst ein wichtiger Ort für alle Bürger geworden. Und ein jeder könnte sich nun vom Klang dieser ganz besonderen Orgel überzeugen.

Von Marco Hertzfeld

Kommentare