Mario Peine, ADFC-Vorstand, will Rückbau der Querung an der Bundesstraße 189 verhindern

„Für die A 14 war wohl doch Zeit?“

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Nicht nur die Osterburger Politik steht bisher zur Querung unter der Bundesstraße 189. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) will den Tunnelbau erhalten.

Osterburg. „Der Stadtrat fordert den Erhalt der bestehenden Querung und lehnt den geplanten Rückbau der Querung der B 189 Höhe Alter Krumker Weg / Lutherallee ab“, heißt es in der Beschlussvorlage unter Punkt 11 in der heute zu besprechenden Tagesordnung des Stadtrates.

Der Ortschaftsrat positionierte sich bereits positiv für den Erhalt. Nicht nur die Mitglieder beider Gremien machen sich zu jenem Thema Gedanken, welches alle Bürger betrifft, die sicher die viel befahrene Bundesstraße auf Höhe der Landessportschule queren möchten, ohne die Fahrbahn betreten zu müssen.

Auch die Aktiven im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) um Mario Peine, welcher dem Vorstand des Vereins in Magdeburg angehört, haben sich der Sache angenommen und einen Brief verfasst. Dieser richtet sich mit „radfreundlichen Grüßen“ an Uwe Langkammer, seines Zeichens Präsident der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt.

Diesem Schreiben vom 13. September beigefügt ist eine Kopie einer Unterschriftenliste, bei der sich „inzwischen etwa 700 Bürger für eine Offenhaltung des Weges einsetzen. Bei der Sammlung der Unterschriften gab es nahezu keine Stimmen, die sich Ihrer Ansicht anschlossen. Viele Bürger waren vielmehr sehr empört über die Absicht Ihrer Behörde“.

Das Original der Liste wird an Landrat Carsten Wulfänger gehen, welcher laut Peine „bisher keine Zeit hatte, sich der Sache bei einem Termin vor Ort anzunehmen, da das Thema Flüchtlinge sehr viel dieser in Anspruch nimmt“. Das Mitglied des ADFC wunderte sich allerdings, den Landrat in der Presse auf der Elbbrücke gesehen zu haben. „Für die A 14 war wohl doch Zeit?“

Bisher würden Landkreis und Landesstraßenbaubehörde die Verantwortlichkeiten hin und her schieben. Peine bittet in dem Brief um einen Rückruf, um sich die Sachlage in Osterburg direkt ansehen zu können. „Ich habe noch keine Antwort erhalten“, sagte er gestern im AZ-Gespräch.

Von Alexander Postolache

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