Fischer (SPD) eckt mit Ausbau-Initiative bei Politkollegen an / Engel (CDU) setzt auf Zeit und Bedarfsplan

Feuer und Flamme für das eigene Domizil

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Sven Engel (l.), Heiko Fischer und dazwischen Ordnungsamtsleiter Matthias Frank. Wie die Zukunft der Fahrzeughalle aussieht, darüber scheint noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Erxleben. Heiko Fischer (SPD) ist in Erxleben mit Leib und Seele Brandschützer und möchte aus der Fahrzeughalle der Feuerwehr mehr machen. Toiletten fehlen genauso wie eine Heizung.

Wie weit das Gebäude auch sonst noch von einem modernen Gerätehaus entfernt ist, davon haben sich die anderen Mitglieder des Ordnungsausschusses am Donnerstagabend selbst ein Bild gemacht. Mit seiner Initiative rennt Fischer bei seinen Politkollegen nicht gerade offene Türen ein. Sven Engel (CDU), der Gemeindewehrleiter, wirbt auch nach der Besichtigung dafür, die Risikoanalyse und den daraus resultierenden Bedarfsplan für die Einheitsgemeinde Osterburg abzuwarten. Es gebe derzeit 24 Ortsfeuerwehren.

Erxleben sei nicht ohne Polkau zu betrachten. Die aufgezeigten Mängel seien nur mit einem Neubau zu beseitigen, und der koste schnell einmal bis zu 700 000 Euro, rechnet Engel vor. Und selbst wenn der Bedarfsplan einen Neubau begründen würde, sei noch nicht ausgefochten, wo er denn errichten werden könnte, im Ortsteil Erxleben oder im Ortsteil Polkau. Der Gemeindewehrleiter sieht noch einige Fragezeichen. „Es nutzt überhaupt nichts, jetzt überhastet Geld in die Hand zu nehmen.“

Fischer kämpft, betont, dass es ihm um das Abarbeiten von Mängeln gehe und nicht um einen Neubau. Das letzte Wort scheint in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.

Von Marco Hertzfeld

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