Pfarrer Norbert Lazay referiert über die Ess- und Trinkgewohnheiten des preußischen Monarchen

Dinieren wie der Alte Fritz

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„Zu Gast an der Tafelrunde Friedrich des Großen“ waren die Gäste beim Vortragsabend im Dörpchen Krug in Gladigau. Dem Anlass entsprechend wurde an den festlichen Tischen es ein üppiges Fünf-Gänge-Menü gereicht.

Gladigau. Anlässlich des 230. Todestages des Preußenkönigs Friedrich des Großen – liebevoll der Alte Fritz genannt – fand am Samstag im Dörpchen Krug in Gladigau ein Vortragsabend statt, den der Altmärkische Heimatbund organisiert hatte.

Zur Auflockerung des gereichten Fünf-Gänge-Menüs erfreute Pfarrer Norbert Lazay die Gäste mit informativen Beiträgen über den Preußenkönig und witzigen Anekdoten.

Zum mittlerweile siebenten „Preußischen Abend“ in Folge begrüßte Pfarrer Lazay seine herausgeputzten Gäste an den festlichen Tischen im Großen Saal. Und das Ambiente konnte nicht passender sein, lief der Vortragsabend doch unter dem vielverheißenden Titel „Zu Gast an der Tafelrunde Friedrich des Großen“. Dem Anlass entsprechend wurde dann auch ein üppiges Fünf-Gänge-Menü gereicht, das schon um 1750 vom Hofküchenmeister Honoré Langustier höchstpersönlich für den Alten Fritz entworfen und gekocht worden ist.

Der erste Gang war eine legierte Selleriesuppe. Als zweites wurde mariniertes Rindfleisch aufgetischt. Darauf folgten Sahnerührei und Rinder-Sauerbraten. Nachdem auch der gratinierte Rehrücken verzehrt war, gab es zum Abschluss noch Preußisches Marzipan.

Zwischen den Gängen trat Lazay vor die Bühne und erzählte aus dem Leben Friedrichs des Großen. So sei er es gewesen, der als erster anstelle von Gold- oder Silbergeschirr Porzellan auf den Tisch gestellt habe. Der Grund dafür sei ganz simpel der gewesen, dass in Notzeiten als erstes eben alle vorhandenen Edelmetalle eingeschmolzen worden seien. Auch konnte Lazay berichten, dass der Alte Fritz bereits fünf Mahlzeiten am Tag zu sich nahm – eine davon nachts.

Wer sich zwischendurch noch etwas schlau lesen wollte, für den hatte der Gastgeber in einer Ecke des Raumes einige Bücher über Friedrich den Großen ausgelegt.

Von Niels Troelenberg

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