Herrenhausbesitzer schaffen im früheren Bismarck-Anwesen neue alte Sichtachsen

Designer setzen im Park auf Zeit und die eigene Kraft

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Ralf Engelkamp (l.) führt an diesem Tag gleich mehrere Gruppen durch den Park.

Krevese. „Derzeit schaffen wir die Sichtachsen neu, fällen Bäume und pflanzen Ersatz. “ Ralf Engelkamp zeigt auf zum Teil uralte Eichen und wertvolle Gehölze, erntet Anerkennung und Bedauern zugleich. „Sie haben ja noch so viel zu tun“, stöhnt ein Besucher.

Seit 2003 führen der Designer sowie sein Mann und Berufskollege Rainer Kranz das Zepter im Herrenhaus zu Krevese und haben damit auch den fünf Hektar großen Park übernommen. Beide betrachten die wildromantische Oase als ein Langzeitprojekt, das naturgemäß auch folgenden Generationen genug Arbeit bescheren werde. Die zwei Kreativen kümmern sich in ihrer Freizeit und völlig allein um den Park. Während der Westflügel des Gebäudes dank eines Förderprogramms saniert werden kann, sei ein Antrag für die weitere Neugestaltung des Parkes erst einmal nicht geplant, wie Engelkamp der AZ sagt.

Die Kreveser öffneten ihr Domizil innerhalb der Initiative „Gartenlandschaft Altmark“, sprachen von englischem Landschaftsgarten und Barockgarten. Mit dem Anwesen ist die Geschichte der Familien von Bismarck und von Jagow eng verbunden. Fast der ganze Park steht Interessierten auch sonst für einen Rundgang offen.

Von Marco Hertzfeld

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