Walslebener üben Kritik an Informationswegen / Position pro Brückenerhalt / Stadtrat gefordert

Bürger wehren sich gegen Abriss

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Walslebener Ortschaftsräte stellen sich klar hinter die Belange der Bürger und sprechen sich für eine Erneuerung der seit März gesperrten Uchtequerung hinter dem Sportplatz aus.

Walsleben. 38 Brückenbauwerke verzeichnet die Einheitsgemeinde Osterburg – eine davon in Walsleben, direkt hinter dem Sportplatz. Noch, muss es richtig heißen. Denn der Querung über die Uchte droht das Aus. Die Walslebener Bürger sind sauer.

Nicht wegen der Sperrung seit März dieses Jahres, nachdem eine turnusmäßig anstehende Prüfung an der 1999 errichteten Holzkonstruktion so gravierende Mängel in Form einer gefährlichen Neigung der Balken zu Tage förderte, dass „die Sicherheit der Bürger auf dem Spiel steht“, machte Bauamtsmitarbeiter Siegfried Bartels den Ortschaftsräten und Einwohnern unmissverständlich deutlich. Letzteren wurde angesichts der Brisanz des Themas bei der Sitzung am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus Rederecht außerhalb der Einwohnerfragestunde gewährt. Es sei nachvollziehbar, dass Maßnahmen zu erfolgen haben, dies stehe nicht in der Kritik. Die Art und Weise des Informationsflusses habe die Gemüter erhitzt.

Doch es nützte nichts: „Die Brücke ist so wie sie ist nicht mehr reparabel. Wenn der Fruchtkörper einmal drin ist, dann macht der Pilz, was er eben so macht. Zerstören“, meint Bartels, räumt aber ein, „wenn, dann kann es nur einen Ersatzneubau geben“. Genau auf diesen Hoffnungsschimmer habe man gewartet. Schon vor Monaten. Statt dessen sei hinter vorgehaltener Hand über den Abriss gesprochen worden, in der Presse darüber zu lesen gewesen.

Von Jana Henning

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