Familienfest belegt Rückhalt der Tagesstätte „Kleiner Fratz“ / Wunschzettel an die Stadt

„Bleibt miteinander verbunden“

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Die fünfjährige Tine hält ein Zwerg-Welsumer in Händen. Das Küken ist am 17. April geschlüpft. Züchter Roland Roefe hat gleich ein gutes Dutzend dieser flauschigen Zwerge mitgebracht. Im Bild daneben hüpfen Rosenrot Enrico Günther und sein Schneeweißchen ins Märchenland. Wie wichtig die richtigen Utensilien und Schminke für den Nachmittag sind, zeigt sich auf den Bildern unten.

Königsmark. „Ohne die Unterstützung der Eltern geht heutzutage gar nichts mehr“, ist sich Ute Roefe im Gespräch mit der AZ sicher. Und natürlich sei auch der Rückhalt in Politik und Verwaltung wichtig.

Und so begrüßt die Leiterin der Tagesstätte „Kleiner Fratz“ in Königsmark den Bürgermeister der Einheitsgemeinde Osterburg, Nico Schulz, beim Tag der offenen Tür am Mikrofon noch einmal extra. Der Waschraum und die Toiletten der Einrichtung können sich bereits sehen lassen, 2014 ist alles erneuert worden. Nun freuen sich die Mädchen und Jungen auf zwei neue Spielgeräte für draußen. Eine metallene Schaukel und ein Dreierreck sollen möglichst pünktlich zum Kindertag am 1. Juni aufgestellt sein. „Und für das nächste Jahr hoffen wir auf einen neuen Zaun und eine überdachte Sitzecke. Und ach ja, der Eingangsbereich müsste auch gemacht werden. “ Das Gemeindeoberhaupt dürfte aufmerksam zugehört haben.

Wie sehr die Einrichtung in Königsmark und Umgebung verwurzelt ist, lässt sich an diesem Tag gut erkennen. Der vor dem Gebäude reicht für die Gäste geradeso aus. Und das Fest hat viele Mütter und Väter. Das Erzieherteam ist da zu nennen, sicherlich, aber auch viele Eltern, wobei ein Teil von ihnen gar kein Kind mehr in der Tagesstätte hat. „Man bleibt einfach miteinander verbunden“, lobt Roefe. Sabine Stoller sowie die Familien Günther und Prause seien stellvertretend für alle fleißigen Helfer genannt. Es gibt Kaffee und Kuchen, eine Hüpfburg ist aufgebaut. Schülerin Michaela Folda aus Meseberg hat ihr Pony vorfahren lassen und lädt andere Kinder zum Reiten ein. Das „Chaostheater“, eine Laientruppe aus Erwachsenen, interpretiert das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“ auf unverwechselbar amüsante Art und Weise. Immer wieder gibt es Szenenapplaus. Es ist die neunte Inszenierung.

Die „kleinen Fratze“ haben auch ihren Auftritt. Das Programm hat den Bauernhof zum Thema. Die Kinder sagen Gedichte auf und singen. „Auf dem Bauernhof da geht es richtig rund ...“ In einem Beitrag sind plüschige Pferde im Einsatz, in einem anderen tragen die Kinder Ferkelnasen. Jung und Alt haben ihren Spaß. Ein kurzweiliges Familienfest.

Derzeit besuchen 28 Mädchen und Jungen die Tagesstätte, darunter sechs Hortkinder. In wenigen Monaten verlassen vier Kinder die Einrichtung für immer, sie gehen dann in Osterburg und Goldbeck zur Schule.

Von Marco Hertzfeld

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