Bürgermeister treibt Caravanpark-Projekt voran / Stadt lotet Möglichkeiten nahe dem Biesebad aus

„Bleiben auch mehr als eine Nacht“

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Der Caravanplatz des Touristenortes Tangermünde liegt nicht weniger attraktiv zwischen Elbe und Altstadt.

Osterburg. „Diese Reisenden müssen später einmal alle an Osterburg vorbei, sie können gar nicht anders. Wir kriegen sie alle“, sagt Nico Schulz und schmunzelt. Was wie eine Drohung klingt, soll eher ein selbstbewusstes Versprechen sein.

Die Stadt will im Umfeld des Biesebades einen Caravanplatz bauen lassen. „Wir sind dabei, die Möglichkeiten auszuloten und die aktuellen Grundstücksverhältnisse zu bewerten. “ Wenn die Altmarkautobahn 2020 oder etwas später fertig sei, sollen möglichst viele Touristen mit ihrem Wohnwagen oder Wohnmobil in der Biesestadt einen Stopp einlegen. Der Bürgermeister: „Caravantourismus boomt. Gerade die Skandinavier sind viel unterwegs und fahren Richtung Süden. Auf dem Weg dorthin liegen die Altmark und wir. “.

Vor fast genau drei Jahren trat der CDU-Mann das erste Mal so richtig mit dieser Idee in die Öffentlichkeit. Damals wurde der Förderbescheid für den Bau des Biesebadgebäudes übergeben. Offene Türen ist Schulz mit seinem Vorschlag nicht eingerannt. Allerdings gab es auch keine großartige Ablehnung. Inzwischen scheint das Projekt einigermaßen gereift, der Bürgermeister will jedenfalls nicht lockerlassen. „Wenn es attraktive Stellplätze gibt, kommen die Touristen und bleiben vielleicht auch mehr als eine Nacht, schließlich ist unsere Stadt schön und hat einiges zu bieten. Zudem wäre das Biesebad in unmittelbarer Nähe, und auch die für Reisende wichtige Breite Straße mit Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten und Apotheken.“

Wo genau die Einheitsgemeinde einen Caravanplatz einrichten lassen möchte, will oder kann Schulz noch nicht sagen. „Wir sind wirklich noch nicht so weit, um darauf eine klare Antwort geben zu können.“ Inwieweit die Werderwiesen direkt vor dem Flussbad infrage kämen, dürfte entscheidend von der Bodenbeschaffenheit abhängen. Vermutlich müsste die Stadt einiges an Geld in die Hand nehmen. Die Nordpromenade scheint für derartigen Verkehr nicht sonderlich geeignet. Überhaupt ist der Untergrund im Umfeld des Bades bewusst naturbelassen und an vielen Stellen wahrscheinlich alles andere als fest. „Wie gesagt, wir sind noch am Prüfen“, hält sich der Christdemokrat auch auf Nachfrage bedeckt.

Was viele nach wie vor nicht wissen, die nahe Landessportschule an der B 189 verfügt über Stellplätze und eine Versorgungsstation für Caravan & Co. Allerdings hängen das die Verantwortlichen ob der eh schon beachtlichen Auslastung nicht an die große Glocke. Das dürfte Schulz in die Karten spielen.

Von Marco Hertzfeld

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