Markt am Schlosspark in Krumke zieht Jung und Alt in seinen Bann

Bischof Nikolaus erträgt kleine Zweifel mit Würde

Kinder der Tagesstätte Flessau singen am Nikolaustag Lieder, sagen Gedichte auf und tanzen. Als Bischof Nikolaus Geschenke auspackt, ist er für sie wertvoller als der Weihnachtsmann. Fotos: Hertzfeld

Krumke. „So sieht der Nikolaus aus?“, fragt ein Junge ungläubig. Und das auch noch direkt neben dem Mikrofon, sodass es alle hören können.

Der Bischof lässt sich davon nicht irritieren und steigt auf die Bühne zu den Kindern der Flessauer Tagesstätte, die in diesem Jahr mit ihm gemeinsam das traditionelle Stelldichein am Krumker Schlosspark eröffnen. Auf einen künstlichen Rauschebart hat Bischof Nikolaus für die 11. Auflage verzichtet, scheint das natürliche Gesichtshaar für diesen Sonnabend doch eindrucksvoll genug. Kopfbedeckung, Gewand und Krummstab verleihen ihm einen würdevollen Auftritt. Als noch vor ihm Nico Schulz, der Bürgermeister der Einheitsgemeinde, erste Gäste begrüßt, brennt bereits ein großes Feuer im Herzen der Festwiese. Die Atmosphäre stimmt beim „Romantischen Nikolausmarkt“.

Die Gäste erwartet ein gutes Dutzend Buden, das in zwei Reihen aufgeteilt ist. Der Schlossverein mit Karin Maaß vornweg und Frauen aus dem Dorf bieten Pfannkuchen an. Der Lebenshilfe-Verein punktet mit weihnachtlichen Produkten aus seinen Werkstätten. Schüler, Eltern und Lehrer der Sekundarschule Osterburg verkaufen eigenhändig Gebasteltes, Kaffee und anderes mehr. Mit dem Erlös soll eine Klassenfahrt finanziert werden. Da duftet es nach Waffeln und Zuckerwatte, keinen Steinwurf weiter nach geräuchertem Fisch. Für den Nachmittag sind unter anderem die Nicolaibläser, die Osterburger Blasmusikanten und die Brassband „Stendalia“ angekündigt. Ute Romahn lässt mit einem Pony-Gespann vor allem die Herzen der Kinder höherschlagen. Liane Schulze, Berit Wüstenberg und Ulf Garlipp haben die ambitionierte Veranstaltung für die Stadt federführend organisiert und gestaltet.

Von Marco Hertzfeld

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