Zwischen Hoffnung und Leerstand

Belebung der nördlichen Breiten Straße „Leider nicht so gelungen“

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Für einen Umschwung könnte nach dem Willen von Shopbetreiberin Elke Bäthge das Modegeschäft an der Ecke zur Poststraße sorgen, das seit wenigen Tagen eröffnet wurde.

Osterburg. Leerstand in nicht geringfügigem Umfang findet sich seit Jahren im nördlichen Abschnitt der Breiten Straße in Osterburg. „25 Jahre lang war die Entwicklung darauf ausgerichtet, den Teil zu beleben“, sagt der stellvertretende Bürgermeister Detlef Kränzel.

Das sei leider nicht so gelungen, wie man sich das vorgestellt habe, ergänzt der Kämmerer. Immer mehr Ladenbesitzer hätten ihren Standort aufgegeben und eine bessere Anbindung gesucht.

Deshalb bevorzugen die Stadtverantwortlichen die Idee, dass im nördlichen Abschnitt jetzt ein Wohnviertel, das alters- und behindertengerecht wäre, entstehen soll. Anträge um an etwaige Fördertöpfe zu gelangen, gebe es aber aktuell nicht. „1999 war auch im nördliche Teil noch alles belebt“, erinnert sich Elke Bäthge, die zu Wochenbeginn erneut den Versuch wagt, wie schon in den etwas mehr als zwölf Jahren bis 2012, ein Modegeschäft in ihrer Immobilie an der Ecke zur Poststraße zu betreiben.Nach dem Aus für den Fotografen, welcher in diesem Sommer räumte, suchte sie einige Wochen einen Nachmieter – vergebens. Der hintere Teil des Ladens, der aktuell noch leer steht, soll eine zusätzliche Eingangstür bekommen. Da wäre Platz für einen weiteren Laden. Bäthge selbst sieht unterdessen ihr Modegeschäft als Schnittstelle zwischen dem gut vermieteten Abschnitt vom August-Hilliges-Platz bis zur Poststraße. „Wenn der Laden leer stehen würde, würde das den Kunden suggerieren, dass die Straße hier zu Ende ist“, erklärt die Shopbetreiberin. Des Weiteren hofft sie, dass sich viele Biesestädter darüber bewusst werden, dass sie in einer Kleinstadt leben und deshalb eine gewisse Solidarität beim Einkaufen einkehren muss. Sonst überleben die kleinen Läden alle nicht.

Von Ronny Kauerhof

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