Landrat Carsten Wulfänger: "Bedroht die Existenz vieler Landwirte.“

Krumker Tierschau ohne Milchvieh

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Zum großen Schaubild präsentierten sich die Züchter der Region auf der Krumker Festwiese.

Krumke. „Die Landwirtschaft sorgt überhaupt erst dafür, dass wir jeden Tag was auf dem Teller haben“, erinnerte Stendals Landrat Carsten Wulfänger (CDU) zu Beginn der achten altmärkischen Tier- und Gewerbeschau in Krumke an die Bedeutung der Landwirtschaft.

„Die Milch- und Schweineproduktion befindet sich in einer Krise“, so der Landrat, „daher werden in diesem Jahr bei der Tierschau keine Milchrinder ausgezeichnet. “ Die Situation der Milchindustrie „bedroht die Existenz vieler Landwirte“.

Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert.

Professor Dr. Claudia Dalbert (Die Grünen), Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie in Sachsen-Anhalt, fügte hinzu: „Die Altmark ist über ihre Grenzen hinaus für die Viehzucht bekannt.“ Daher habe die Krumker Schau eine ganz besondere Tradition und Bedeutung. „Die Landwirte sind wichtige Akteure vor Ort, die auch Arbeitsplätze in der Region schaffen“, betont die Grünen-Politikerin. Dafür dankte sie in ihrer kurzen Ansprache vor allem den Landwirten der Region. Für die Zukunft sprach Dalbert ein klares Ziel an: „Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Bedingungen der Tierhaltung noch besser werden.“

So wartete die altmärkische Tier- und Gewerbeschau am Wochenende mit einem vielfältigen Programm auf. Neben den Vorstellungen von Pferden, Schafrassen und Jagdhunden gab es auch abseits der Tierschauen viel zu erleben. Die Tier- und Gewerbeschau fand bereits zum achten Mal statt. Bereits ab 10.30 Uhr spielten die Stendaler Stadtmusikanten im Osterburger Ortsteil auf, im Anschluss brachte das Ensemble „Vier Jahreszeiten“ Musikalisches zu Gehör. Die Feuerwehr präsentierte zwischendrin auch technisches Gerät aus einer vergangenen Zeit und führte eine Feuerwehrspritze vor. Mit den oft wechselnden Programmpunkten kam bei den Zuschauern keine Langeweile auf, die sich den Tag trotz des verregneten Wetters nicht vermiesen ließen. Am Samstagnachmittag hatte zunächst die Krumker Sulky-Quadrille ihren Auftritt, danach gab es eine Kutschenparade sowie eine Landmaschinenvorstellung. Parallel dazu gab es Unterhaltung mit den „Lucky Line Stompers Altmark“ und dem dem Irish- Folk-Duo „Green Valley“. Am Sonntagvormittag gingen die Ehrungen mit den Auszeichnungen der Fleischrinder weiter. Zur Mittagszeit dann zeigte eine Volkstanz- und Trachtengruppe ihr Können. In die Abfolge der Richtwettbewerbe mischten sich Vorführungen von Kaltbluthengsten oder Western-Reitern aus Mehrin.

Von Mike Höpfner

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