Neugestalteter Treppenaufgang an der Nordseite des Krumker Schlosses nimmt Gestalt an

„Bauen gerade das Geländer“

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Ein paar letzte kleine Korrekturen, dann sitzt die Abdeckung perfekt auf dem Sockel – fixiert mit zwei Bewehrungseisen.

Krumke. Seit dem 18. Juli sind Helwin Biffart, Steinmetz und Restaurator, und Peter Martin, Ausbaumaurer, mit den Arbeiten am neugestalteten Treppenaufgang an der Nordseite des Krumker Schlosses beschäftigt. Und so langsam nimmt der Aufgang eine ansehnliche Gestalt an.

Bis Ende Oktober wollen die beiden Männer, die für ein Natursteinwerk aus Rathenow arbeiten, fertig sein. Doch bis dahin gibt es noch einiges zu erledigen.

Peter Martin (v.l.) und Helwin Biffart wuchten die mehr als 50 Kilogramm schwere Säulenabdeckung die Stufen hinauf.

Den linken Aufgang hätten sie „komplett neu gemacht“, sagt Martin, Unterbau und Mauerwerk seien vollständig erneuert worden. Zu den aktuellen Maßnahmen erklärt der Ausbaumaurer: „Jetzt bauen wir gerade das Geländer.“ Danach würden sie noch die Stufen fertigstellen. Kollege Biffart ergänzt, dass er beim rechten Aufgang lediglich die Schadstellen restauriert habe.

Ein paar letzte kleine Korrekturen, dann sitzt die Abdeckung perfekt auf dem Sockel – fixiert mit zwei Bewehrungseisen.

Dann geht Martin zu einer Schubkarre und fährt eine darin liegende Säulenabdeckung aus Rochlitzer Porphyr vom Schutzzelt zur Treppe. Biffart folgt. Am Ziel angekommen, schmiert der Steinmetz die Unterseite des Stückes mit Kleber ein. Schließlich wuchten die beiden Handwerker die mehr als 50 Kilogramm schwere Abdeckung die Stufen hinauf. Ein letzter kurzer Blick und dann wird die Abdeckung vorsichtig auf die vorbereitete Fläche, wo zwei Bewehrungseisen für den richtigen Sitz sorgen, gesetzt. Nach ein paar kleinen Korrekturen passt das Teil perfekt.

Wenn alles wie geplant läuft, wollen Biffart und Martin bis zum 29. Oktober fertig sein. Denn an dem Samstag soll im Schloss, das nicht nur Wohnsitz ist, sondern auch als Außenstelle des Osterburger Standesamtes dient, eine Hochzeit stattfinden.

Danach geht es für die beiden Männer an der Ostseite des Schlosses weiter. An der dortigen Hautptreppe wollen sie fünf Blockstufen und ein bis zwei Baluster – niedrige Einzelsäule einer Balustrade – auswechseln. Außerdem müssen Reparaturarbeiten am Geländer vorgenommen werden. Bis der Frost kommt, sollen möglichst auch diese Arbeiten beendet sein. Biffart und Martin wissen, dass das knapp wird, wollen aber versuchen, zeitig fertig zu werden.

Von Niels Troelenberg

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