Ein Stück altmärkischer Transportgeschichte

Bahnlinie 1914: Endstation grüne Wand

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Die übrig gebliebenen Meter der Bahnstrecke Osterburg – Pretzier flüchten sich ins Gebüsch. Selbst von der Straße aus sind die Schienenstränge kaum noch zu sehen. Die Linie war Mitte Juli 1914, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, eröffnet worden.

tz Osterburg. Eine Bahnschiene taucht nahe Schilddorf und Stendaler Chaussee wie aus dem Nichts auf und verschwindet wieder in einer Mauer aus Bäumen und Sträuchern. Die metallenen Stränge zeugen von einem Stück altmärkischer Transportgeschichte.

Ältere Osterburger werden sich vielleicht noch an die Bahnstrecke Osterburg – Pretzier erinnern, ihre letzten Züge liegen in den späten 1970er-Jahren. „In Schilddorf hat es damals eine Station gegeben“, weiß Frank Hoche, Leiter des Kreismuseums. Insgesamt soll es fast 20 Stationen auf der Strecke gegeben haben, darunter eine in Klein Rossau und eine in Gladigau. Die knapp 40 Kilometer lange Linie wurde im Juli 1914 eröffnet, es fuhren Personen- und Güterzüge. Nach dem Ende blieben noch zwei Kilometer Gleis liege, inzwischen sind auch diese so gut wie verschwunden.

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