Osterburg nimmt amüsante Tradition wieder auf und plant weiteres Spektakel

Badewanne nicht neu erfunden

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Spektakel in Schwarz-Weiß: Schon am „Fuchsbau“ gingen Rennen über die Bühne.

Osterburg. Die Biesestadt hat bereits gute amüsante Erfahrungen mit einem sogenannten Badewannenrennen gemacht. Anfang der 1990er-Jahre stachen allerhand mit viel Herzblut und Augenzwinkern gefertigte Vehikel im Freibad „Am Fuchsbau“ in die gechlorte See.

„Das war damals eine schöne Sache“, erinnert sich Thorsten Schulz, der Vorsitzende der Osterburger Carnevals-Gesellschaft (OCG). Die Narren hatten bei der Veranstaltung das Kommando. Bilder vom Spektakel habe er vermutlich nicht mehr. Die AZ schon, im Archiv aus dieser Zeit. Schulz denkt auch gern ans alljährliche Neptunfest und all jene Veranstaltungen zurück, die nach dem Ende der Badeanstalt im Biesebad stattfanden. Auch ein Entenrennen, bei dem Plastikfedervieh im Wettstreit auf die Strecke geschickt wurde, sei organisiert worden. „Wobei dieses wohl mehr unter der Regie des Wirtschaftsinteressenringes WIR über die Bühne ging. Egal, es war jedenfalls immer etwas los“, berichtet der OCG-Chef der AZ.

Dass ausgerechnet der Knabenchor der OCG nun im Badewannenrennen des neu belebten Biesebadfestes die meisten Punkte bekommen hat, freue natürlich alle im Verein. „Und ich glaube, dass es noch besser geht und Kapazitäten gibt.“ Bei der OCG mit ihren mehr als 100 Mitgliedern, aber noch viel mehr bei den Sportvereinen in Osterburg und Umgebung. 2017 könnten Annett Lenzner, Pächterin des Biesebades, und ihre Mitstreiter „noch einen draufsetzen“, ist Schulz sicher.

Von Marco Hertzfeld

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