Nach Unfall lässt Sandau reparieren / Güterschiff in Magdeburg geschweißt

Auffahrklappe auf Elbgrund: Fähre noch tagelang defekt

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Das Reparaturmaterial ist im Anmarsch: Bis mindestens Ende der Woche bleibt die Fähre Sandau außer Betrieb.

Sandau/Magdeburg. Der krachende Verstoß gegen die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung am Samstagabend auf Elbkilometer 416,2 bei Sandau legt den Fährverkehr zwischen Sandauerholz am linken Ufer des Flusses und der Stadt Ostelbiens voraussichtlich mindestens bis Ende der Woche lahm.

Wie ein Mitarbeiter der Stadt Sandau, die die Fähre betreibt, der AZ Montagmittag sagt, werde auf Reparaturmaterial gewartet.

Als das elbaufwärts mit Kurs auf die Landeshauptstadt fahrende Gütermotorschiff an dem Abend gegen 19 Uhr die Elbfähre Sandau gerammt hat, werden beide Wasserfahrzeuge beschädigt. Das Gütermotorschiff erlitt einen nach AZ-Informationen etwa 20 Zentimeter langen Riss wasseroberhalbs. Es begab sich nach einem Zwischenstopp in Tangermünde zur Reparatur in eine Werft in Magdeburg. Dort seien Schweißarbeiten erfolgt, sodass das Schiff Montag wieder fahrtüchtig gewesen sei, erklärt Polizeidirektor Frank Rim von der Wasserschutzpolizei Sachsen-Anhalt der AZ.

Die Schadenshöhe sei noch ungewiss und werde derzeit ermittelt, hieß es aus der Sandauer Stadtverwaltung. Bevor die Fähre wieder übersetzen kann, müsse eine neue Auffahrklappe angebaut werden. Das Verbindungsstück ist etwa vier Meter breit und befindet sich an der Spitze der Fähre. Die alte Klappe liege nun auf dem Grund der Elbe, nach ihr getaucht werden solle aber nicht.

An der Ermittlung der Umstände des Unfalls ist auch die Tangermünder Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamts beteiligt. Die Wasserschutzpolizei prüft, ob eine Gefährdung des Schiffsverkehrs vorliegt.

Von Antje Mahrhold

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