Bergstraße und Großer Markt: Osterburg gewinnt zwei Projekte

Architekten-Wettstreit schließt zwei Baulücken

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Architekten überlegen: Das Eckgrundstück Großer Markt/Naumannstraße und die verwaiste Fläche hinter dem Bretterzaun an der Bergstraße sollen neu bebaut werden.

Osterburg. Gleich zwei von drei Kandidaten haben es in den Architektenwettbewerb „Mut zur Lücke“ geschafft und können eine Förderung in Höhe von jeweils maximal 200 000 Euro erhalten.

Die Einheitsgemeinde Osterburg will den Häuserlücken zu Leibe rücken und hat sich mit dem Einverständnis der Grundstückseigentümer an dieser Ideen-Olympiade des Landes beteiligt. Gerade in der Kernstadt gibt es noch eine Reihe von verwaisten Grundstücken. Eine Fläche am Großen Markt, Ecke Naumannstraße, sowie die an der Bergstraße könnten nun auf diese Weise neu bebaut werden. Eine Lücke in der Häuserzeile an der Wasserstraße muss hingegen anders geschlossen werden. Insgesamt profitieren neun Projekte aus acht Städten von dieser besonderen Unterstützung der öffentlichen Hand. Dass sich darunter gleich zwei Osterburger Projekte befinden, sieht Bürgermeister Nico Schulz (CDU) als große Chance für die Stadt, baulich weiter voranzukommen.

Die Verwaltung hatte die Bewerbung eingereicht und will die Flächenbesitzer auch weiterhin nicht allein lassen. Mehrere ausgesuchte Architekten werden miteinander wetteifern, Ideen entwickeln, wie sich die Lücken im Stadtbild schließen lassen, sodass für jedes Projekt am Ende auch mehrere Vorschläge, ja konkrete Pläne, auf dem Tisch liegen. Das Land übernehme die Kosten, erklärt Bürgermeister Schulz. Mitte November hatte es einen Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Architektenkammer Sachsen-Anhalts und des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr gegeben. Bei den Entwürfen komme es nicht zuletzt auf Mut zu Neuem und flexiblen Konzepten an. Um weitere Schritte zu besprechen, werde schon bald ein weiteres Treffen aller Beteiligten stattfinden, heißt es auf Nachfrage der AZ aus dem Osterburger Bauamt.

Von Marco Hertzfeld

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