Scharfkantiger Unrat gefährdet Kinder auf dem Spielplatz an der Lindenstraße

Altglas im Sandkasten

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Kronkorken, zersplitterte Bierflaschen, neben dem Müllcontainer liegendes Altglas und Zigarettenschachteln im und am Papierkorb: Wer auf dem Spielplatz an der Lindenstraße genau hin schaut, mag seinen Nachwuchs dort nicht toben lassen.

Osterburg. Die Glascontainer stehen um die Ecke: Auf den ersten Blick sieht der Freizeitort für Kinder und Jugendliche an der Osterburger Lindenstraße wie ein ganz normaler Spielplatz aus. Abwechslungsreiches Spiel versprechen die Geräte.

Jüngere können schaukeln, sich im Sand austoben. Oder sollten sie es lieber nicht? Auch auf der Skater-Anlage stellt sich diese Frage.

Altglas – im ganzen und zersplitterten Zustand – ist auf dem Areal nicht sofort zwischen dem grünen Gras, im Sand und dem schon bunten Herbstlaub auszumachen. Alle Meter liegen Flaschen: ob halber Liter Kräuterschnaps, die zerborstene Bierflasche, kleine Obstler oder auch entkorkte Sektpullen.

Nicht jeder Papierkorb ist noch in seiner Verankerung vorhanden. Jene, die dort stehen, würden jedoch ausreichen, den herumliegenden Alkohol-Müll aufzunehmen. Wozu auch Kronkorken zählen, die vor allem an jenen Bänken zu finden sind, die, zwischen Büschen nicht gleich von der Hauptstraße einzusehen, trinkwillige Bürger zum Verweilen einzuladen scheinen. Auch die ein oder andere Zigarette wird auf dem Platz, der eigentlich für den biesestädtischen Nachwuchs gedacht ist, offenbar geraucht. Zumindest liegen dort zahlreich leere Packungen herum. Der Weg zum nächsten Container scheint zu weit.

Zur Erinnerung: Osterburger Schüler hatten sich vor einigen Monaten dafür eingesetzt, den Spielplatz an der Stendaler Chaussee von Müll zu befreien. Und kümmerten sich zudem um das Unkraut. Damals war der Unmut über den Unrat groß, den wohl Jugendliche und Erwachsene auf dem Gelände zurückließen.

Da stellt sich womöglich auch die Frage neu, ob der Spielplatz des Biesebades wirklich für jedermann zugänglich sein sollte. Oder ob jener Zaun, den manche – auch im Stadtrat – befürworten und manche für überflüssig erachten, nicht doch sinnvoll ist, in den Abend- und Nachtstunden – wenn wenige Menschen, absichtlich oder nicht, aus einem Ort für Familien einen Kinder gefährdenden Platz machen.

Von Alexander Postolache

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