Thüringer begleitet Vater und Cheforganisator durch die Altmark

16-jähriger Wido ein Rädchen beim Orgelmarathon

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Wido Seidel empfängt Gäste unterhalb der Orgel. Fotos: Hertzfeld

tz Krevese. „Jede Orgel klingt ein Stück weit anders, so weit ich das beurteilen kann“, gibt sich Wido Seidel bescheiden. Der 16-Jährige ist eines der vielen Rädchen, die den „Orgelmarathon“ durch die Altmark möglich gemacht haben.

Sein Vater Andreas, Vorsitzender des Vereins „Kirchenklang“ mit Sitz im thüringischen Greiz, habe die Federführung bei dem musikalischen Veranstaltungsreigen. Dessen Filius macht aus seinem Herzen keine Mördergrube, natürlich helfe er gern, verteile in diesem Jahr zum Beispiel bei jeder der 32 Stationen das Programm, spiele ansonsten gern Klavier und möge klassische Musik, doch moderne Musik sei nun einmal auch nicht zu verachten. Doch dieser Abend in Krevese gehörte allein den Freunden klassischer Klänge. Matthias Grünert, Kantor der Dresdner Frauenkirche, nahm an der Gansen-Orgel von 1721 Platz und spielte unter anderem Johann Sebastian Bachs „Christe, der du bist der helle Tag“.

Der Orgelmarathon ist inzwischen abgeschlossen. Die Orgel in der Kreveser Klosterkirche rückt wieder aus dem großen Rampenlicht. Der 35. Kreveser Orgelsommer läuft noch und findet mit Christoph Ostendorfs Konzert am 3. September seinen Abschluss. Beginn: 20 Uhr. Der Förderverein bittet weiter um Spenden. Die Gansen-Orgel wird 2021 drei Jahrhunderte alt. Bis dahin soll sie restauriert sein.

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