Bergfriede bei Oebisfelde: Kriminalpolizei ermittelt

Update: Toter ist identifiziert - Männliche Leiche am Mittellandkanal entdeckt

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Ein Radfahrer entdeckte den Toten am Mittellandkanal.

ds/reh Oebisfelde / Bergfriede. +++Update, Montag 15. August+++ Der Tote, der am Sonntag am Mittellandkanal gefunden wurde, konnte von der Kripo eindeutig identifiziert werden.

Der Mann war 57 Jahre alt, wohnte in Gröningen und war zuletzt im AMEOS-Krankenhaus in Haldensleben untergebracht. Der 57-Jährige verließ auf eigenen Wunsch am Dienstag, 9. August, Klinikbereich. Der gesetzliche Betreuer erstattete kurze Zeit später eine Vermisstenanzeige.

Die Kripo hat die Ermittlungen eingeleitet, gegenwärtig wird geprüft, ob möglicherweise ein Unglück oder ein Suizid die Ursache des Todes war. Der Leichnam wurde zur weiteren Untersuchung in die Gerichtsmedizin nach Magdeburg gebracht.

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(Ursprünglicher Bericht)

Eine männliche Leiche wurde Sonntagmittag gegen 12.10 Uhr von der Feuerwehr aus dem Mittellandkanal bei Bergfriede geborgen.

„Ich bin hier öfter mit dem Rad unterwegs. Das ist eigentlich meine Stammstrecke“, sagte Tim Walter. Auch heute Mittag war der 31-jährige Rätzlinger am Mittellandkanal wieder auf Tour: „Plötzlich habe ich etwas Undefinierbares im Wasser treiben sehen. Ich habe angehalten und genauer hingeschaut. Als ich dann das T-Shirt erblickte, ahnte ich, dass da etwas Schreckliches passiert sein muss und habe die Polizei angerufen.“

Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden alarmiert.

Eine Maschinerie an Rettungskräften wurde daraufhin um 12 Uhr in Bewegung gesetzt. Die Oebisfelder Feuerwehr war mit 18 Aktiven, einem Einsatzleitwagen, Tanklöschfahrzeug sowie mit einem Mannschaftstransportwagen mit Schlauchboot vor Ort. Die Oebisfelder Wehrleute wurden von Aktiven der Wehren aus Weddendorf, Bösdorf und Niendorf unterstützt.

Laut Informationen der Einsatzleitstelle des Bördekreises waren die Wehren gegen 12.40 Uhr wieder in ihren Depots. Von der Polizei wurde die Leiche abgedeckt und das Gebiet abgesperrt. Radfahrer wurden gebeten, umzukehren.

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Toten um einen Mann im Alter von etwa 50 Jahren, der voraussichtlich weniger als eine Woche im Wasser gelegen hat. Nach äußeren Anzeichen waren Gewaltanwendungen nicht zu erkennen. Der Kriminaldauerdienst, der dann später vor Ort eintraf, hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Von Renate Heinze

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