Zehn Jahre Tafelausgabe in Klötze: Ehrenamtliches Engagement wird auch weiter in der Purnitzstadt nötig sein

Ziche: „Es ist gut zu wissen, dass es Sie gibt“

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Matthias Mann (v. l.) und Michael Ziche überreichten an Eberhard Boxhammer und Rosemarie Mitschke „Knisterumschläge“.

mm Klötze. Nach zehn Jahren sei es höchste Zeit, sich einmal zusammenzusetzen und die Seele baumeln zu lassen. So begründete Rosemarie Mitschke gestern Mittag die Feier in der evangelischen Familienbildungsstätte (EFA).

Dort hatten sich aktuelle und ehemalige Helfer der Tafelausgabe in Klötze zusammengefunden, um gemeinsam auf das zehnjährige Bestehen der Ausgabestelle in der Purnitzstadt zurückzublicken. Auch Bürgermeister Matthias Mann und Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt gratulierten.

Einen guten Grund zum Anstoßen hatten die Tafelhelfer der Klötzer Ausgabe gestern: Sie feierten das zehnjährige Bestehen und erhielten viel Lob für ihr ehrenamtliches Engagement.

Wichtigster Gast war jedoch Landrat Michael Ziche, der auch Schirmherr der Tafelausgaben im Altmarkkreis ist. „Sie haben die Tafel zum Leben und zum Laufen gebracht“, bedankte sich Ziche bei Rosemarie Mitschke und ihren Mitstreitern. Gleich zwei Ziele könnten mit der Tafel erfüllt werden, erinnerte der Schirmherr. Zum einen werden Bedürftige mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs versorgt. Zum anderen helfe die Tafel aber auch, dass wertvolle Lebensmittel nicht einfach weggeworfen werden. Auch wenn der Altmarkkreis bei der Arbeitslosenquote mit dem Septemberstand von 7,5 Prozent sehr erfolgreich unterwegs sei, bedeute das doch nicht, dass es keinen Bedarf für die Tafeln mehr gebe. „Es ist aber auch nicht davon auszugehen, dass es mehr werden“, so Ziche. Der Altmarkkreis sei „sozial stabil“. Durch die Tafelausgabe in Klötze werde SGB II und III-Empfängern ebenso geholfen wie Rentnern und Flüchtlingen. „Die Einrichtungen sind notwendig“, betonte der Landrat.

„Es ist für die Empfänger gut zu wissen, dass es Sie gibt“, stellte Michael Ziche fest. „Sie sind die Macher vor Ort“, lobte er. Sein Dank galt aber auch den Bäckern und Lebensmittelhändlern aus der Region, die die Lebensmittel für die Ausgabestelle zur Verfügung stellen. Unterstützung bekommen die Helfer auch von der Stadt, die die Miete für die Ausgabestelle übernimmt, und die Wohnungsbaugesellschaft, die die Räume zur Verfügung stellt, erinnerte Matthias Mann. Landrat und Bürgermeister hatten einen „Knisterumschlag“ für das Tafel-Team mitgebracht. „Wir wissen schon genau, was wir mit dem Geld machen wollen“, erläuterte Rosemarie Mitschke. Die Wachstuchdecken auf den Tischen für die Ausgabe seien nicht mehr schön, teilweise sind sie durch das Hin- und Herschieben der Kisten zerrissen und sollen von den Zuschüssen ersetzt werden.

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