Einwohner fordern mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer an der Ortsdurchfahrt

Zebrastreifen für Jahrstedt

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Der Seitenwechsel des Radweges an der ehemaligen ABS-Werkstatt ist wegen des Verkehrsaufkommens problematisch. Der Weg wird viel von Kindern und Jugendlichen genutzt, die zum Sportplatz wollen.

Jahrstedt. Die Ortsdurchfahrt L 23 stand am Montagabend im Mittelpunkt der Ortschaftsratssitzung in Jahrstedt. 21 Einwohner konnte Ortsbürgermeister Uwe Bartels dazu neben seinem Rat und dem Stadt-Bürgermeister Matthias Mann im kleinen Saal begrüßen.

Während in Kunrau und Kusey die Reparaturarbeiten auf der Landesstraße begonnen haben, „reicht für Jahrstedt das Geld nicht“, erinnerte Uwe Bartels. Die geplante grundhafte Sanierung der Ortsdurchfahrt wurde vom Land auf das nächste Jahr verschoben. „Dann sollen wir aber zu den Ersten gehören, die dran kommen“, informierte er.

Die Anlieger hoffen, dass dann auch die Lärmbelästigung durch Lkw weniger wird. „Wer direkt an der Hauptstraße wohnt, der hat ein Problem“, stellte Karl-Heinz Schmidt fest. Verkehrsinseln wie bei den Nachbarn in Niedersachsen könnten zu Beruhigung beitragen. Zudem, so wurde am Montagabend mehrfach berichtet, sei es für Fußgänger und Radfahrer schwierig, die Straße zu überqueren. Vor allem, weil der Seitenwechsel des Radwegs an der früheren ABS-Werkstatt ziemlich kurz hinter der Kurve am Ortsbüro liegt und somit nur schwer einzusehen ist. „Da müsste doch ein Zebrastreifen möglich sein“, wünschte sich Karl-Heinz Schmidt mehr Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Einwohner berichteten, dass es nicht leicht sei, die Fahrbahn zu wechseln. Dabei fahren zum Beispiel viele Kinder und Jugendliche mit dem Rad zum außerhalb gelegenen Sportplatz. Auch für sie müsste die Sicherheit erhöht werden, wünschten sich die Einwohner. „Die Bromer Umgehung kommt ja doch nicht so bald“, vermutete eine Einwohnerin, dass der Verkehr wohl noch eine Weile so anhalten werde. „Die Kinder müssen über die Straße und so ist das nicht sicher“, schloss sich Ortschaftsratsmitglied Hans-Jürgen Schulze den Argumenten der Einwohner an.

Ortsbürgermeister Uwe Bartels hat das Thema Fußgängerüberwege für Jahrstedt und Böckwitz schon öfter angeschoben. Und weiß daher: „Die Verkehrszählungen sagen, dass zu wenig Verkehr ist.“ Stadt-Bürgermeister Matthias Mann bestätigte das. Er räumte ein, dass das immer eine subjektive Einschätzung sei. „Was ist viel, was ist wenig?“. Von der jüngsten Beratung des Städtenetzes brachte er die Information mit, dass an einer Bundesstraße in Deutschland durchschnittlich 8000 Fahrzeuge am Tag unterwegs sind, in der dünn besiedelten Altmark sind es nur 3000. „Runtergerechnet sind das 333 Fahrzeuge in der Stunde, 5,5 in der Minute.“ Aber auf 24 Stunden umgerechnet. Auf einer Landesstraße seien seiner Schätzung nach zwischen 1500 und 2000 Fahrzeuge am Tag unterwegs. Der Bürgermeister machte ein anderes Problem aus: „Keiner hält sich an die Schilder.“ Deshalb werde innerorts gerast oder trotz Überholverbot an anderen vorbeigefahren. Für einen Fußgängerüberweg sah aber auch Matthias Mann wenig Chancen.

Von Monika Schmidt

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