Nutztierrissgutachter bestätigt typische Merkmale

Schaf ausgeweidet: Wolf schlägt am Ortsrand von Immekath zu

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Zum ersten Mal wurde in der Nacht zu Mittwoch in der Klötzer Einheitsgemeinde ein Nutztier von einem Wolf gerissen. Dieser war am Ortsrand von Immekath auf Beutezug gegangen.

Immekath. Einer der seit Herbst vergangenen Jahres regelmäßig rund um den Klötzer Forst nachweisbaren Wölfe hat nun wohl am Immekather Ortsrand zugeschlagen.

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Keine 50 Meter von seiner Scheune entfernt fand der betroffene Besitzer aus der Dönitzer Straße nach Hinweisen von Nachbarn am Mittwochvormittag den ausgeweideten Kadaver eines seiner sechs Schafe. „So etwas ist in 40 Jahren nicht passiert – damit habe ich nicht gerechnet“, sagte der Halter, der anonym bleiben möchte, im Gespräch mit der AZ.

 

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Dass es sich um einen Wolfsriss handelt, habe ihm ein Nutztierrissgutachter anhand von typischen Merkmalen wie dem Kehlbiss sowie herausgerissenen Eingeweiden bestätigen können. Viel von seiner Beute gefressen hat Isegrim allerdings nicht. „Unser Hund hat in der Nacht angeschlagen – das tun die Hunde im Dorf in letzter Zeit ziemlich oft“, hat der Immekather beobachtet. Dem Tipp vom Gutachter, das auf der einen Seite nur von der Jeetze begrenzte Areal komplett einzuzäunen, möchte der Hobbyhalter nicht nachgehen. „Wenn es wieder passiert, muss ich eben aufhören und mir einen Elektrorasenmäher holen“.

Von Matthias Mittank

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