Eigenheime am Turnplatz und am Hagen

Wobau vermarktet Bauplätze in Klötze

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Seit das alte Haus an der Salzwedeler Straße abgerissen ist, gibt es einen freien Blick auf die Purnitzniederung und den Hagen. Dort könnten vier bis sechs Bauplätze ausgewiesen werden. Der Vermarktung erfolgt über die Wohnungsbaugesellschaft.

Klötze. Der Wunsch nach Bauplätzen in der Klötzer Kernstadt konnte bislang nur durch Baulücken befriedigt werden. Ein großes zusammenhängendes Neubaugebiet gab es nicht – mehr. Das soll sich nach dem Willen des Stadtrates bald ändern.

Im Hauptausschuss stellte Bürgermeister Matthias Mann das Vorhaben vor, am Turnplatz und an der gerade frei gewordenen Fläche an der Salzwedeler Straße zwei Baugebiete auszuweisen. Allerdings wird die Stadt dabei nicht selbst als Vermarkter der Bauplätze auftreten. „Wir haben die Flächen an die Wohnungsbaugesellschaft weiterverkauft“, informierte Matthias Mann, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Wobau ist, in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Wobau-Geschäftsführer Jens Passier. Die Idee dazu hatten beide aus Aschersleben mitgebracht. „Es ist nicht die ursächliche Aufgabe einer Verwaltung, Bauplätze zu vermitteln“, erläuterte Matthias Mann. Bei der Wobau jedoch, sei diese Aufgabe genau richtig angesiedelt. Zumal die Stadt über den Aufsichtsrat immer noch Einfluss nehmen könne, was bei einem fremden Bauträger nicht möglich ist.

In Verlängerung des bestehenden Baugebiets soll am Turnplatz für eine 1,5 Hektar große Fläche ein Bebauungsplan erstellt werden.

Beide Vorhaben stehen noch ganz am Anfang. Während am Turnplatz in Verlängerung der vorhandenen Bebauung zunächst noch der Bebauungsplan für das 1,5 Hek-tar große Gelände samt Parzelleneinteilung und Straßenführung entwickelt werden muss, gibt es für die Fläche an der Salzwedeler Straße schon einen B-Plan, der noch aus Zeiten stammt, als das Gebiet Am Hagen bebaut und für Klötze eine Ortsumgehung geplant war. Der vorhandene Plan muss allerdings nun entsprechend geändert werden. „Eine Hand voll Grundstücke“, so schätzt Jens Passier könnten auf der Freifläche an der Salzwedeler Straße entstehen. Die Verantwortlichen müssen sich allerdings noch Gedanken über die Bautiefe und die Aufteilung der Grundstücke machen, bevor vermarktet werden kann. Trotzdem kann, wer Interesse an Bauland hat, sich schon jetzt beim Wobau-Geschäftsführer melden. „Unser Ziel ist es, Bauplätze für Leute aus der Region anzubieten“, erläuterte Jens Passier. Denn: „Wer ein Haus baut, der bleibt auch hier“, hofft er, gegen den prognostizierten demografischen Wandel arbeiten zu können. Konkurrenz zur Vermietung, der eigentlichen Wobau-Aufgabe, sieht er nicht: Wenn jemand eine Wohnung kündigt, weil er einen Bauplatz hat, steht die Wohnung ohnehin leer. Wenn er dann den Bauplatz aber von der Wobau gekauft hat, kommt zudem Geld in die Kasse. „Es ist positiv für die Stadt, wenn die Leute in Klötze bleiben“, so Passier. Wer ein Eigenheim baut, zieht so schnell nicht wieder um.

Von Monika Schmidt

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