Klötzer Grundschüler genießen die sommerlichen Temperaturen

„Werft sie in die Fluten“ – Neptun zu Gast im Waldbad

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Beim Neptunfest der Purnitzgrundschule wurden nicht nur mehrere Schüler und Schülerinnen getauft. Auch Lehrerin Adina Borchert wurde von Neptun genannnt und kurzerhand ins Wasser geschmissen.

Klötze. Schon als Neptun sich noch versteckt hielt, schnatterten die 166 Purnitzgrundschüler bereits aufgeregt durcheinander. Als er dann mit seinem Gefolge auftauchte, gab es kein Halten mehr.

Da gab es kein Entrinnen: Jeder Strolch, der von Neptun aufgerufen wurde, musste das Prozedere über sich ergehen lassen.

Denn Neptun, alias Sportlehrer Michael Puritz, war gekommen, um den „frechsten und gemeinsten Kindern, die ihre Lehrer zur Verzweiflung bringen“, eine gehörige Lehre zu erteilen.

Lucy Betz (v.l.), Johanna Gäde, Celine Pietscher und Anna Liebert veranstalteten eine Wasserschlacht.

Obwohl die aufgerufenen Strolche blitzschnell das Weite suchten, hatten sie gegen die vielen Häscher keine Chance. Es folgte Neptuns Taufe mit Sahne für die Haare, einem Eistee-Ketchup-Gebräu und selbstverständlich einem Sprung ins kühle Nass. Auch für die beiden Purnitz-Lehrerinnen Adina Borchert und Anita Becker bekamen die Häscher überraschenderweise die Anweisung: „Schmeißt sie in die Fluten!“.

Erst ein Schluck Eistee-Ketchup-Gebräu, dann einen Schuss Sahne in die Haare – Pflichtpunkte bei der Neptuntaufe.

Als kleine Entschädigung gab es für alle Getauften einen Taufschein und einen neuen Namen wie „Wilder Clownfisch“, „Zierlicher Schnatterfisch“ oder „Sportlicher Wasserfloh“. Anschließend stürmten alle Schülerinnen und Schüler die Schwimmbecken, die Rutsche und den Springturm und ließen es bei sommerlich warmen Temperaturen im Klötzer Waldbad ordentlich krachen.

Wer getauft werden sollte, ergriff blitzschnell die Flucht, doch gegen die Häscher waren die Kinder chancenlos.

„Das Neptunfest der Grundschule gab es schon mehrere Jahre nicht mehr“, informierte Schulleiterin Dana Saalfeld . Immer sei in der Vergangenheit irgendwas dazwischen gekommen. Doch in diesem Jahr stimmte endlich alles: „Die Schule fängt an und es ist noch schön warm“, freute sich die Schulleiterin. Und die getauften Grundschul-Frechdachse verhalten sich im Andenken an die Taufe in Zukunft wahrscheinlich auch wie kleine Engel.

Von Melanie Friedrichs

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