Hegefeldhalle aus eigener Kraft sanieren

Klötze: Förderprogramm des Landes ist von Schülerzahl abhängig

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Damit die Hegefeldhalle in Klötze nicht bei jedem Gewitterguss unter Wasser steht, muss am Dach und an der Entwässerung etwas gemacht werden. Hoffnungen auf eine Förderung über Stark III kann sich die Stadt dabei wohl nicht machen.

Klötze. „Das Parkett in der Allende-Halle ist super geworden“, bedankte sich Stefan Thodte stellvertretend für die Nutzer im Klötzer Hauptausschuss. Allerdings wollte er wissen, was mit der Zwischendecke passiert, die im Sanitärraum herausgenommen wurde.

Ob das schon ein Vorbote auf eine Sanierung der Sporthalle im kommenden Jahr über Stark III ist?, überlegte das Stadtratsmitglied der Linken. Wohl kaum. „Die Anträge sind gestellt. Aber wir sollten nicht euphorisch sagen, da kommen auch finanzielle Mittel“, dämpfte Bürgermeister Matthias Mann die Erwartungen. Und das auch mit Blick auf die Diskussion in den Nachbarkommunen über fehlende Fördermittel für Schulsanierungen. Viele Gebäude haben den Demografiecheck nicht bestanden. In Klötze war diese Diskussion bislang nur noch nicht erforderlich, weil in den kommenden Jahren zumindest an der Kuseyer Grundschule, die eng an der Grenze der vom Land geforderten Schülerzahl von 80 liegt, keine größeren Investitionen geplant sind, für die Fördermittel in Anspruch genommen werden müssten. Dann müsste die Stadt nämlich für bis zu 15 Jahre nach Ende der Baumaßnahme den Bestand der Schule anhand der ausreichenden Schülerzahlen nachweisen können. „Die Schülerzahlen dürfen nicht weiter gesenkt werden“, schließt sich Matthias Mann den Forderungen anderer Kommunalpolitiker an. Aber eine Resolution, wie sie der Landkreis Stendal anstrebt, um kleine Landschulen zu erhalten, und die auch für den Altmarkkreis bereits im Salzwedeler Raum zur Sprache gebracht wurde, ist für die Klötzer derzeit noch kein Thema.

Große Hoffnungen, Fördermittel für die Sporthalle an der Sekundarschule in Klötze zu erhalten, macht sich die Verwaltung trotzdem nicht. Die Anträge sind bereits seit Jahren gestellt, ohne dass es einen Zuwendungsbescheid gab. Deshalb hat die Stadt – wie beim Parkett – inzwischen begonnen, die allerdringendsten Sanierungen an der Halle mit eigenen Finanzmitteln auf den Weg zu bringen. „Wir haben mit kleinen Schritten allein angefangen“, beschrieb Matthias Mann die Vorgehensweise. Nächstes Problem ist das Wasser. Beim jüngsten Gewitterguss lief mal wieder Wasser in die Halle. „Die Firma macht noch mal eine Kamerabefahrung, um die Entwässerung zu klären“, kündigte der Bürgermeister an. Dann müsse überlegt werden, welche nächsten Sanierungen die Stadt allein stemmen kann.

Dass auch am Dach der Halle etwas gemacht werden muss, schob Raimund Punke im Klötzer Ortschaftsrat nach. Es regnet durch, erinnerte er. „Wenn man den Abriss forcieren will, sollte man das Dach nicht mehr machen lassen“, meinte er sarkastisch. Ansonsten müsse dort dringend etwas passieren.

Von Monika Schmidt

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