Vierter und letzter Bauabschnitt der Klötzer Bahnhofstraße für den Verkehr freigegeben

„Was lange währt, wird endlich gut“

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Zahlreiche Gäste, darunter Vertreter von Behörden, Planungs- und Baufirmen, Politiker sowie Anlieger nahmen gestern Nachmittag an der feierlichen Freigabe teil.

Klötze. Aus und in Richtung Beetzendorf kann der Verkehr ab sofort wieder ungehindert durch Klötze rollen.

Mit dem symbolischen Scherenschnitt wurde gestern Nachmittag nach gut vier Monaten Bauzeit der vierte und damit letzte Bauabschnitt der Klötzer Bahnhofstraße (L 19) offiziell für den Verkehr freigegeben. 830 000 Euro hatten das Land und die Stadt Klötze für die grundhafte Instandsetzung des gut 320 Metern langen Landesstraßenabschnittes aufgebracht.

Dass damit eine „lange Geschichte“ nach insgesamt zwölf Jahren ihren „guten Abschluss“ fand, daran erinnerte Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB), in seinen einführenden Worten. Er sprach nicht nur allen am Bau Beteiligten – darunter das Ministerium, der Altmarkkreis, die Stadt Klötze, die Planungs- und Baufirmen, der Wasserverband Klötze, die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) und die Sachsen-Anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft (SALEG) – seinen Dank aus, sondern allen voran auch den Einwohnern und besonders den Anliegern für das große Verständnis und die viele Geduld.

Griffen gestern zur Schere (v. l.): Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde (LSBB), Renault-Autohaus-Verkaufsleiter Bernhard Herting, CDU-Landtagsabgeordneter Guido Heuer, Verkehrsstaatssekretär Dr. Sebastian Putz, Mazda-Autohaus-Geschäftsführer Andreas Meyer, Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski, Bürgermeister Matthias Mann, SPD-Landtagsabgeordneter Jürgen Barth, CDU-Landtagsabgeordnete Uwe Harms und LSBB-Regionalbereichsleiter Manfred Krüger. 

Mit dem Spruch „Was lange währt, wird endlich gut“, schloss sich Staatssekretär Dr. Sebastian Putz in Vertretung von Verkehrsminister Thomas Webel seinem Vorredner an. Er betonte, dass Anwohner und Verkehrsteilnehmer gleichermaßen von der umfassenden Sanierung profitieren. Der Verkehr werde künftig nicht nur deutlich sicherer und flüssiger, sondern vor allem auch deutlich ruhiger durch den Ort rollen – die Zeit der „rumpelnden Lkw“ sei nun endgültig vorbei. Damit es verkehrstechnisch auch landesweit vorangeht, sollen in Zukunft mehr Landesmittel für den Straßenbau fließen, informierte Putz über ein Ergebnis aus jüngsten Beratungen zum nächsten Haushalt.

Klötzes Bürgermeister Matthias Mann, der ein Großteil der Baumaßnahmen an der Bahnhofstraße in seiner Amtszeit mit begleitet hatte, unterstrich vor allem auch den Anteil der Altmarkkreises am Gelingen des Projektes. Durch dessen Unterstützung konnte der knapp 300 000 Euro umfassende Eigenanteil der Stadt zu 95 Prozent aus Fördermitteln realisiert werden.

Das Stadtoberhaupt nutzte zudem die Gelegenheit, um noch einmal an den fahrbahnbegleitenden Radweg zwischen Klötze und dem Abzweig Nesenitz zu erinnern. Auch wenn er um die Problematik rund um die Eigentumsverhältnisse wisse, hätte er sich gewünscht, dass der Lückenschluss im Zuge des vierten Bauabschnittes gleich mit realisiert werden würde. Dies sei eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre.

Rückblick: Der erste Bauabschnitt der Bahnhofstraße konnte mit dem Bau des Kreisels am Dr.-Adolf-Frank-Platz und der Sanierung des Bahnhofstraßen-Abschnittes zwischen der Burg- und der Poppauer Straße in den Jahren 2004 und 2005 realisiert werden. 2012 folgte schließlich der zweite Kreisel im Kreuzungsbereich Poppauer Straße / Triftstraße / Kappellenberg. Der dritte Bauabschnitt führte 2013 vom zweiten Kreisel bis zum Bahnübergang, der nun eingeweihte Abschnitt umfasst die Strecke vom Bahnübergang bis zum Ortsausgang.

Von Matthias Mittank

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