Riesige Freude bei Kultursommer-Veranstaltern

Vorzeitige Bescherung in Immekath: Sparkasse fördert Orgelsanierung mit 20.000 Euro

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Als Landrat Michael Ziche (v. l.) den Fördermittelbescheid übergab, kam Gemeindekirchenratsvorsitzende Erika Schultze aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Auch Ulrich Böther von der Sparkasse und Pfarrer Bernd Schulz freuten sich mit ihr.

Immekath. „Oh“, machte Erika Schultze gestern erstaunt und wollte ihren Augen kaum trauen. Sicherheitshalber guckte die Vorsitzende des Immekather Gemeindekirchenrates noch ein zweites Mal ganz genau auf die Summe, die in der Fördermittelzusage stand.

Ein weiteres ungläubiges „Oh wie schön“ entfuhr Erika Schultze. Mit bis zu 20 000 Euro, so las sie staunend vor, unterstützen die Sparkasse Altmark-West und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung die Sanierung der Immekather Kirchenorgel. „Den Bescheid gebe ich nicht mehr her“, entschied Erika Schultze sofort.

Mit ihr freuten sich Pfarrer Bernd Schulz sowie Friedhelm Klopp und Christel Mähl vom Gemeindekirchenrat des Ortes, Ortsbürgermeister Peter Gebühr und Bürgermeister Matthias Mann. Landrat Michael Ziche und Ulrich Böther, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Altmark-West, betonten gestern übereinstimmend, dass so vor allem auch das große Engagement der Immekather für die Restaurierung der August-Troch-Orgel gewürdigt werden soll. Das Musikinstrument ist die größte Orgel in der Altmark. 1868 wurde sie errichtet und muss nach fast 150 Jahren dringend instandgesetzt werden. Die Immekather haben dazu eine Spendenaktion gestartet und den Musiksommer als unterstützende Kulturveranstaltung ins Leben gerufen (wir berichteten). Beides wird von Einwohnern – die Spendenaktion auch von Betrieben aus der Region – sehr gut angenommen, betonte Pfarrer Bernd Schulz. 24 000 Euro sind an Spenden zusammengekommen, bedankte er sich bei allen Beteiligten. Durch finanzielle Unterstützung der Stadt, des Kirchenkreises, der Orgelstiftung und der Landeskirche soll es möglich werden, die Sanierung im Frühjahr 2016 in Angriff zu nehmen.

Dass die Orgel nur mit Tricks und einer klugen Auswahl der Stücke zu spielen ist, demonstrierte Organist Friedhelm Klopp den Gästen anschließend auf der Empore. Die Tasten klemmen, die Register ergeben nicht immer den richtigen Ton. Die Orgel muss von Grund auf saniert werden. Dazu müssen die Pfeifen ausgebaut und alle Einzelteile überarbeitet werden, erklärte der Organist. Auch frische Farbe soll das Instrument noch erhalten. „Dafür müssen wir aber noch weiter Geld sammeln“, informierte Friedhelm Klopp. Drei bis vier Monate wird die Sanierung dauern, schätzen die Experten. Davon hängt auch der für 2016 geplante zweite Kultursommer in Immekath ab, bei dem das frisch restaurierte Instrument eine wichtige Rolle spielen soll. So hat unter anderem Kreismusikdirektor Matthias Böhlert bereits angekündigt, auf der sanierten Orgel ein Konzert zu spielen. Das genaue Programm für die Sommerveranstaltungen ist derzeit noch in Vorbereitung.

Die erste Auflage der Kulturreihe war jedenfalls ein voller Erfolg, erinnerte Friedhelm Klopp. „Wir hatten im Schnitt über 100 Besucher, beim letzten Konzert, an dem auch die Orgel erklang, mit 178 Zuschauern sogar einen Rekordbesuch“, bilanzierte er. „Das war beeindruckend.“ Zumal die Kulturinteressierten nicht nur aus der Region, sondern bis Braunschweig und Magdeburg nach Immekath kamen. „Das ist schon etwas Besonderes mit überregionaler Ausstrahlung“, würdigte auch Ulrich Böther das Engagement.

Von Monika Schmidt

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