Land und DRE müssen Kreuzungsvereinbarung schließen

Vierter Abschnitt Bahnhofstraße: Klötze wartet nur auf den Bescheid

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Die Idee, die Bushaltestelle vom Bahnhof zur Bahnhofstraße zu verlegen, soll noch einmal weiterverfolgt werden, wenn im Stadtrat über den Ausbau der Triftstraße gesprochen wird.

Klötze. „Ich rechne jeden Tag mit dem Bewilligungsbescheid“, informierte Bürgermeister Matthias Mann am Mittwochabend die Mitglieder des Stadtrates.

Der vierte Abschnitt der Bahnhofstraße vom Bahnübergang bis zum Ortsausgang Richtung Bandau soll im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Das Projekt dafür steht schon lange, am Mittwoch gab es noch einmal eine Beratung bei der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) in Stendal. Derzeit hakt die Bewilligung noch an der fehlenden Kreuzungsvereinbarung, die nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz geschlossen werden muss, wenn Bauarbeiten eine Bahnstrecke tangieren. Geschlossen wird diese Vereinbarung zwischen dem Land als Bauherrn und der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) als Betreiber der Bahnstrecke. „Wir haben auf die Verhandlungen keinen Einfluss, wir sind kein Vertragspartner“, betonte der Bürgermeister, dass die Stadt nicht in die Verhandlungen eingreifen könne. Es gibt, so hatte der Leiter des LSBB bei einem Gespräch im Klötzer Rathaus erklärt, noch Nachverhandlungen, da sich die Vertragspartner nicht einig sind. Im Entwurf liegt die Kreuzungsvereinbarung bereits vor.

Lothar Görg (SPD) nutzte die Informationen, um noch einmal den Wunsch nach einem Gehweg auf der rechten Seite Richtung Ortsausgang zu bekräftigen. „Auf der Seite wohnen mehr Leute als links“, begründete er seinen Vorschlag. Für ihn ist es unverständlich, warum diese Leute auf einer Länge von 50 Metern zweimal die Straße wechseln sollen, um in Richtung Innenstadt zu gelangen. „Es gibt dazu eine politische Entscheidung und einen Ausführungsbeschluss des Stadtrates“, erinnerte Matthias Mann, dass das Thema bereits ausführlich beraten wurde. Der Stadtrat hatte sich beim Beschluss über die Planung gegen den Gehweg auf der rechten Seite ausgesprochen, weil der Platz nicht ausreiche und das Grundstück nicht in kommunalen Eigentum ist.

Wolfgang Mosel (Linke) griff in diesem Zusammenhang ein weiteres Thema auf: „Ist die Anregung, die Bushaltestelle vom Bahnhof vor das DRK-Gebäude auf der Bahnhofstraße zu verlegen, noch aktuell?“, fragte Mosel. „Grundsätzlich ist der Gedanke ja gut, aber die Ausführungsbestimmungen sehen das nicht vor“, antwortete ihm Marco Wille, der die Sitzung leitete. Eventuell könnte die Idee noch einmal weiter verfolgt werden, wenn der Ausbau der Triftstraße, der im Rahmen der Stadtsanierung langfristig geplant ist, als Projekt vorliegr.

Von Monika Schmidt

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