Immekather wollen Stabmattenzaun für die Ruine am Ortsrand

Viel Kritik für den Bauzaun

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Wenn es schon mit der seit Jahren geplanten Sanierung der Immekather Ruine bisher nicht geklappt hat, wünscht sich der Ortschaftsrat nun wenigstens einen ansehnlicheren Zaun.

Immekath. „Das hat mich geärgert“, stellte der Immekather Ortsbürgermeister Peter Gebühr während der jüngsten Ortschaftsratssitzung fest.

Und er war nicht der einzige des Rates, der über die Aussagen von Bürgermeister Matthias Mann, dass es keinen anderen Zaun für die Immekather Ruine gibt als den kostengünstigen Bauzaun, unzufrieden war. „Ich halte das für ein Versehen“, sprach ihm Hans-Jürgen Zeitz bei.

Seit 9. September ist die Ruine mit dem Bauzaun gesichert. Aus Gründen der Gefahrenabwehr, denn von der Feldsteinmauer drohen lose Steine auf den Boden zu fallen. Damit auch wirklich niemand auf die Idee kommt, das Gelände zu betreten, wurde der Bauzaun aufgestellt. Dass seine Optik nicht besonders ansprechend ist für das immerhin „älteste bekannte Bauwerk der Region“, so Hans-Jürgen Zeitz, bemängeln die Immekather. „Von den Einwohnern habe ich viel Kritik über den Bauzaun zu hören bekommen“, berichtete Peter Gebühr. Deshalb sollte in die Wunschliste des Ortschaftsrates für Maßnahmen im kommenden Haushaltsjahr unbedingt ein anderer Zaun für das Bauwerk aufgenommen werden. „Für mich ist der Bauzaun im Moment nur eine Übergangslösung, die ich so nicht akzeptiere“, machte der Ortsbürgermeister seinen Standpunkt deutlich.

Hans-Jürgen Zeitz erinnerte aus seiner Zeit als Stadtratsmitglied daran, dass es den Antrag der SPD-Fraktion gab, die Restaurierung der Ruine zurückzuziehen und für die neue Leaderförderperiode einen neuen Antrag bei der LAG zu stellen. „Das hat der Stadtrat einstimmig so beschlossen“, berichtete Zeitz. Er hoffe, dass ein förderfähiger Antrag erarbeitet und auch gestellt werde. „Kein historisches Bauwerk in der Region hat dieses Alter“, erinnerte Zeitz. Für die Sicherung sollte ein anderer Zaun in einer „ansprechbaren Höhe“ aufgestellt werden. Zum Beispiel ein Jägerzaun, wie er die Ruine bereits früher umgrenzte. „Ein zwei Meter hoher Zaun passt da nicht hin“, stellte der frühere Ortsbürgermeister fest. Zudem könnten Leute, wenn sie denn wollten, auch einen zwei Meter hohen Zaun überwinden. „So sieht es nicht aus“, bilanzierte Hans-Jürgen Zeitz. Dieser Ansicht schloss sich auch Ortsbürgermeister Peter Gebühr an. Er könnte sich gut einen Stabmattenzaun, wie er um die Regenrückhaltebecken im Ort gebaut wurde, vorstellen. 1,25 Meter hoch mit einem Tor – das wäre seine Idealvorstellung. „Ich habe da noch kein Kind rüberklettern sehen“, berichtete er. Zudem sei die Ruine für Kinder ohnehin nicht so interessant, vermutete er. „Ein Bauzaun passt nicht ins Bild des Friedhofs“, stellte der Ortsbürgermeister klar. „Das können wir so nicht lassen und uns das als Ortschaftsrat auch nicht gefallen lassen“, betonte er. Auf die Maßnahmenliste des Rates wurde aufgenommen, den Bauzaun durch einen Stabmattenzaun zu ersetzen.

Von Monika Schmidt

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