Werke von Sylvia Nehm in der Klostergalerie

Vernissage: Vom „Leichtsein der Bilder“

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Sylvia Nehm aus Möringen hat sich auf die Aquarellmalerei spezialisiert, was den Motiven eine wunderbare Leichtigkeit gibt.

Kloster Neuendorf. In ihrem beruflichen Leben als Vermessungstechnikerin stehen gerade Linien im Mittelpunkt. Bei ihrem Freizeitvergnügen versucht Sylvia Nehm diese zu vermeiden. Und wie sie das hinbekommt, kann jeder in der Klostergalerie in Kloster Neuendorf bewundern.

Am Sonnabendnachmittag wurde dort eine neue Ausstellung mit Bildern der Hobbykünstlerin aus Möringen eröffnet. Sie hat sich auf Aquarellmalerei spezialisiert, der Pfarrer Jürgen Brilling nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste und seinem Dank an die vielen fleißigen Helfer Bewunderung zollte: „Das Wetter heute hat das Leichtsein der Bilder, die hier ausgestellt sind. “.

Vom Malzirkel waren auch Margitta Schaef aus Schernebeck (r.) und Angelika Arndt aus Groß Schwarzlosen zur Eröffnung gekommen.

Doch bis dahin war es ein weiter Weg, wie Sylvia Nehm auf Nachfrage von Brilling erzählte. Denn „Aquarellfarben machen manchmal, was sie wollen, und nicht, was sie sollen“. Doch sie bleibe immer dran und versuche, es so hinzubekommen, wie es gedacht war. Aus diesem Grund besuche sie auch immer wieder Kurse, um die Technik des Aquarellierens zu verfeinern. Wichtig und das A und O seien gute Farben und gutes Papier. Zudem müsse man immer von hell nach Dunkel schattieren. „Wenn einmal das Weiß weg ist, ist es weg.“ Deshalb müsse vorher die Anlage des Motivs stimmen. Ihre Motive selbst, so Sylvia Nehm weiter, die gern Tiere und Blumen, aber auch Landschaften und Gebäude malt, stammen alle aus der Region. Allerdings gibt die Hobbykünstlerin zu, sei sie nicht der Typ, der sich allein irgendwo zum Malen draußen hinsetzt. Das tue sie nur gemeinsam mit den Mitgliedern des Malzirkels Groß Schwarzlosen, dem sie angehört. Wenn ihr zwischendurch etwas gefällt, mache sie auch mal ein Foto als Malvorlage. Und manches male sie auch in Pastell, mit Bleistift, Polychromos-Stiften, Finliner oder Feder, aber meist in Aquarell.

Sylvia Nehm hat schon einige Ausstellungen – mit dem Malzirkel oder allein – gestaltet. Und die Klostergalerie sei ihr aufgefallen, als sie mit ihren Zirkelmitstreitern das Kloster malte. Beim Besuch der vorangegangenen Ausstellung war sie vom Charme der Räumlichkeiten fasziniert, so dass sie Kontakt mit Jürgen Brilling aufnahm.

Die Ausstellung, deren Eröffnung von den Brüdern Philipp und Manuel Duwanoff aus Born musikalisch umrahmt wurde, ist an den kommenden Wochenenden bis zum 11. September jeweils sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am 11. September, dem Tag des offenen Denkmals, wird auch wieder Kaffee und Kuchen angeboten.

Von Elke Weisbach

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