Wolfgang Mosel will den Kreis und die Nachbarkommunen mit ins Boot holen

Toiletten als Paketlösung

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Solch ein Toilettencontainer, wie er in Klötze am Lidl-Parkplatz steht, könnte an jedem Buslinienknotenpunkt in der Altmark errichtet werden. Für ein zweites Häuschen am Busbahnhof hat die Stadt Klötze zurzeit keine finanziellen Mittel zur Verfügung.

Klötze. Für eine öffentliche Toilette am Busbahnhof reicht das Geld der Stadt Klötze nicht – noch nicht. Bei einem günstigen Ausschreibungsergebnis kann der Bau eventuell noch nachgeschoben werden.

Doch zunächst beschloss der Stadtrat den Ausbau des Busbahnhofes ohne öffentliche Toilette. „Ich bin enttäuscht, dass keine Toilette vorgesehen ist“, erklärte Hans-Jürgen Zeitz (UWG), der damals den Anstoß dafür gegeben hatte. Auch Lothar Görg (SPD) hätte sich ein Toilettenhäuschen gewünscht. „Der Stadtrat sollte sich so positionieren, dass dort vor Abschluss der Bauarbeiten noch eine Toilette hinkommt“, regte er an, ein Beschluss dazu wurde aber nicht gefasst.

Stattdessen machte Wolfgang Mosel – der sich als Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs mit den Verbindungen und Bedingungen gut auskennt – einen anderen Vorschlag: „Wir sollen die Nachbarkommunen und den Kreis mit ins Boot holen“, regte er an. An allen Knotenpunkten, an denen die Buslinien zusammenlaufen, fehlen öffentliche Toiletten. Das ist nicht nur für die Fahrgäste ein Problem. Auch an die Busfahrer sollte gedacht werden, die teilweise bis zu drei Stunden unterwegs sind, ohne eine Möglichkeit zur Toilettennutzung zu haben. Am Oebisfelder Bahnhof, am Klötzer Busbahnhof, am Gardelegener Bahnhof – überall gibt es keine Möglichkeit, eine Toilette vor der Fahrt zu nutzen. „Von Salzwedel bis Kusey ist man über eine Stunde im Bus unterwegs“, wusste Wolfgang Mosel. Er kündigte an, im Kreistag eine Paketlösung anzuregen. „Vielleicht wird das im Paket auch billiger“, hofft er. [...]

Von Monika Schmidt

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