Ortschaftsrat diskutiert über Klötzer Tierpark / Vogelvoliere soll abgerissen werden

„Die armen Viecher“

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Die Vogelvoliere hat ihre besten Zeiten hinter sich. Sie soll abgerissen werden, kündigte der Klötzer Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt an. Im Ortschaftsrat informierte er über das zweite Treffen der Tierpark-AG.

Klötze. „Wir haben vor Ort festgestellt, was alles im Argen liegt“, berichtete der Klötzer Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt am Donnerstagabend seinen Ortschaftsräten vom zweiten Treffen der Tierpark-AG.

„Mit wenigen Mitteln können wir viel machen“, gab er die Meinung der Mitglieder wieder, wollte zunächst aber nicht ins Detail gehen. „Der Gesamteindruck war nicht gut“, informierte Schmidt seine Ortschaftsräte. „Wenn ich weiß, dass eine Kommission kommt, dann mähe ich doch den Rasen und nehme die Äste vom Weg weg“, schloss sich auch Hans-Jürgen Schmidt der geäußerten Kritik am fehlenden Engagement des Tierpflegers an.

Erst auf Nachfrage von Ilka Speckhahn – „Mir ist das zu wenig. Was soll denn nun gemacht werden?“ – konkretisierte der Ortsbürgermeister beispielhaft, was sich die Arbeitsgruppe als erste Schritte vorstellt. So sollen die Vogelvolieren abgerissen werden. „Die sind total marode. Die armen Viecher dadrin“, beschrieb Hans-Jürgen Schmidt den Eindruck der Besichtigung. Auch, dass nur noch zwei Enten auf dem Teich schwimmen, war bei der Besichtigung aufgefallen. „Der Teich muss dringend ausgemoddert werden“, informierte der Ortsbürgermeister weiter.

Bei einem dritten Treffen der Arbeitsgruppe, das erneut vor Ort im Tierpark stattfinden soll, wollen die Mitglieder eine Liste anfertigen, welche Maßnahmen gemacht werden müssen und welche Kosten in den Haushalt für 2017 eingestellt werden sollen.

Und es müsse dafür gesorgt werden, dass sich der Zustand der Anlage verbessert, forderte Raimund Punke. „Da muss doch mal einer dazwischenhauen und sagen, dass es so nicht geht“, fordert er. Seit Jahren werde lamentiert, „und es ändert sich nichts.“ Er befürchtete eine Diskussion mit dem Ergebnis, das nichts zu ändern sei. „Und dann ist die Bude zu“, befürchtete Raimund Punke. Dem widersprach Hans-Jürgen Schmidt energisch: Es gebe das klare Bekenntnis der Arbeitsgruppe, dass der Tierpark erhalten bleiben soll. Zudem habe Lothar Schulze die Idee ins Spiel gebracht, einen Förderverein zu gründen. Dieser könne eher Fördermittel für die Sanierung beantragen als die Stadt, wusste der Ortsbürgermeister. Die Stadt würde aber weiter die Mitarbeiter für den Tierpark beschäftigen. „Der Tierpfleger braucht Unterstützung“, betonte Hans-Jürgen Schmidt. Er informierte, dass bereits eine entsprechende Ausschreibung in Arbeit sei. Schränkte aber ein: „Eine neue Kraft kann nicht eingestellt werden.“ Aufgabe auch des Ortschaftsrates sei es nun, immer wieder zu sagen, was schiefläuft, damit dies geändert werden könne.

Von Monika Schmidt

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