Immekather Publikum feiert Metil Stone

Stehende Ovationen für Celtic-Rock-Musik in der Kirche

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Metil Stone – das sind Maik Sauer (v.l.), Andreas Kinder, Christine Kinder und Jörg Kölpin. Die Musiker aus dem thüringischen Eisenach begeisterten am Sonntag mit Celtic Folk Rock beim Musiksommer in der Immekather Kirche.

Immekath. Beim dritten Konzert im diesjährigen Musiksommer in der Immekather Kirche trat am Sonntagnachmittag die Band Metil Stone aus Eisenach auf. Organisator Friedhelm Klopp begrüßte die etwa 100 Zuhörer. 

Er freute sich, dass dieses Konzert im Rahmen des 20. Grenzgänger Kleinkunstfestivals, das es in den Ländern Thüringen und Sachsen-Anhalt gibt, ausgetragen wird.

Metil Stone, das sind Maik Sauer, Andreas Kinder, Christine Kinder und Jörg Kölpin. Die Band hat sich dem Celtic Folk Rock verschrieben, traditionelle schottische und irische Musik sowie viele eigene Arrangements und Titel gehören zum Repertoire.

Ab dem zweiten Programmteil hielt es das Publikum nicht mehr auf den Plätzen – für Metil Stone gab es stehende Ovationen.

1994 begannen Christine und Andreas Kinder als Duo, 1996 kam Jörg Kölpin dazu. Seit dem Jahr 2000 ist Maik Sauer bei Metil Stone. Der Name der Band beruht auf einen Felsen, der gegenüber der Wartburg zu sehen ist, der Metil-Stein – der altdeutsch Mädel- oder Mittelstein bedeuten soll. Erzählungen zufolge lebten dort einst auch die Kelten, wie Andreas Kinder in Immekath betonte. Die Band hat schon mehrere Auszeichnungen und Preise bekommen, so wurde sie zum Beispiel 1998 zur besten Newcomer-Band Thüringens gekürt.

Von Anfang an zeigte sich das Immekather Publikum begeistert von der Musik. Zu jedem Song wusste einer der Künstler eine Geschichte zu erzählen. Diese Zeit nutzten die Musiker meist, um die Instrumente zu tauschen. Eine irische Polka, Reel (ein irischen Tanz), ein Lied über die Insel Skye („Isle of Skye“), „The Land“ – jeder Musiker hat sein Lieblingsland. Ein vertontes holländisches Märchen und ein Lied über eine Wolke („The Cloud“) erklangen im ersten Teil des Konzertes.

Ab dem zweiten Programmteil hielt es das Publikum nicht mehr auf den Plätzen – für Metil Stone gab es stehende Ovationen.

Natürlich durfte das Publikum mitmachen und mitsingen. Besonders den gälischen Spruch „Whisky, Whisky, Nancy, ohh“ trällerte das Publikum lautstark mit. Vor der Bühne zu tanzen traute sich, trotz mehrfacher Aufforderungen durch die Musiker, jedoch niemand. Für alle „Nicht-Glückspilze“ gab es den Song „Never Mind“ mit dem Inhalt, „Morgen geht es schon irgendwie weiter“. Ein Liebeslied, ein Beerdigungslied, ein Lied über lästige Fliegen und einen Song über die Erde („One Earth“) erklangen im zweiten Konzertteil. Nun hielt es auch schon mal einige Gäste nicht mehr auf den Plätzen – beim Finale und den Zugaben machten die meisten lautstark auf ihren Plätzen stehend wippend und klatschend mit. Für die Musiker gab es viel Applaus, Blumen und eine Auswahl heimischer Getränke aus Diesdorf.

Die Versorgung der Gäste, mit Waldmeisterbowle, Sekt und Wein sowie Häppchen übernahm das Team der Gaststätte „Zu den Linden“.

Von Wolfram Weber

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