Stadt Klötze hat die Ehrenmale in den Ortsteilen von einer Fachfirma überprüfen lassen

Standsicher, aber nicht immer schön

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Standsicher sind alle Ehrenmale in der Einheitsgemeinde. Aber an dem einen oder anderen Denkmal nagt der Zahn der Zeit. Für die Sanierung müssten Haushaltsmittel eingeplant werden, kleinere Arbeiten kann die Stadtwirtschaft erledigen.

Klötze. Auf Anregung aus den Ortschaftsräten, in denen über die Grabsteinprüfungen heftig diskutiert wurde, hat die Stadt Klötze auch die Ehrenmale für die Weltkriege und andere Erinnerungsstelen auf ihre Standsicherheit überprüfen lassen.

Dazu wurde eine Fachfirma beauftragt, informierte Bürgermeister Matthias Mann im AZ-Gespräch.

Für alle geprüften Ehrenmale wurden Protokolle angefertigt, die die Ortsbürgermeister in der Verwaltung einsehen können. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Standsicherheit überall gegeben ist, berichtete Mann am Mittwochabend im Stadtrat. „Von keinem Denkmal geht eine Gefahr aus“, versicherte der Bürgermeister.

Allerdings, und auch das wurde bei der Überprüfung deutlich, müssen an einigen Denkmalen kleinere Reparaturen erledigt werden. „Vor allem handelt es sich dabei um das Erneuern der Fugen“, erklärte der Bürgermeister den Stadträten. Das könne aber größtenteils vermutlich mit eigenen Kräften erledigt werden. Weil teilweise schon kleine Bäume aus den Fugen wachsen, könnte so Wasser in die Denkmale eindringen und am Ende die Standsicherheit vielleicht doch noch gefährden. Durch neue Fugen kann das vermieden werden.

Matthias Mann appellierte trotz der bestätigten Standsicherheit an die Eltern, darauf zu achten, dass ihre Kinder nicht auf den Ehrenmalen herumturnen. Sonst könnte es zu Schäden kommen.

Bei einigen Ehrenmalen, zum Beispiel dem Klötzer an der Kirche, müssten auch dringend einmal die Namenstafeln erneuert werden. Vor Jahren gab es in Klötze schon eine Initiative für die Sanierung des Denkmals, die ist aber wieder im Sande verlaufen. „Vielleicht kann man durch Abstrahlen etwas erreichen“, hofft Matthias Mann. Dafür müssten dann aber Haushaltsmittel in den nächsten Etat eingeplant werden.

Von Monika Schmidt

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