Immekather Garten von Aline Herbez und Holger Schwerin bekam „Natur im Garten“-Plakette

Mit Sojabohnen aus dem Garten zum eigenen Tofu

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Im Einklang mit der Natur: Aline Herbez und Holger Schwerin wollen perspektivisch nur von den Früchten aus dem eigenen Garten leben.

Immekath. „Natur im Garten“ – diese von der Gartenakademie Sachsen-Anhalt in Zichtau vergebene Plakette ziert ab sofort auch das Hoftor von Aline Herbez und Holger Schwerin.

Denn ihr Garten erfüllt die Kriterien eines Naturgartens: Die beiden Hobbygärtner nutzen kein Torf, keine leichtlöslichen mineralischen Düngemittel und keine Pestizide. Als Alternative gibt es einen Komposthaufen. Zudem setzen sie Brühen und Jauchen an – für Düngung und Pflanzenschutz. Regenwasser wird genutzt, natürliche Materialien für Zäune und Einfassungen werden bevorzugt.

Aline Herbez und Holger Schwerin wohnen im Oberdorf in Immekath und haben sich für ein Leben auf dem Land entschieden. Davon erhoffen sie sich mehr Einklang mit der Natur, mit ihren Werten und mit sich selbst. Seit 2013 bewirtschaften sie auch den stattlichen großelterlichen Garten. Kartoffeln, Zwiebeln, Salat, Möhren, Erbsen, Bohnen, Erdbeeren, Kohl und vieles mehr wachsen dort. Auch Stauden und Sommerblumen blühen auf den Beeten und viele bienenfreundliche Pflanzen erfreuen zahlreiche Insekten.

Vor kurzem entstand ein kleiner Gartenteich, der Lebensraum für feuchtliebende Pflanzen wie Binsen, Schwertlilien, Kuckuckslichtnelken, Sumpfvergissmeinnicht, Rohrkolben und Sumpfdotterblumen bietet. Als erste tierische Bewohner stellten sich Wasserläufer und Taumelkäfer ein. Schon bald konnten die beiden Immekather auch verschiedene Libellen beobachten.

Aline Herbez und Holger Schwerin möchten Selbstversorger werden und in ihrem Garten das Konzept der Permakultur, das auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden, nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen zielt, umsetzen. Hierzu informieren sie sich im Internet und lesen Bücher zum Thema. Als Mitglied der Gartenakademie nutzen sie das Angebot an Vorträgen und Workshops zu Themen wie Obstbaumschnitt und Vogelstimmenkonzert. Zum Herbst werden sie noch eine Wildstrauchhecke pflanzen.

In diesem Jahr nehmen die beiden Junggärtner auch an einer Studie der Universität Hohenheim für den Anbau von Sojabohnen teil. Dazu wurden zwölf Sorten Sojabohnen angebaut, deren Wachstum, Blüte, Fruchtansatz und Blattverfärbung genau beobachtet werden. Ziel ist es festzustellen, welche Sorten im kühleren Klima am besten gedeihen. Die Sojabohne erhält immer mehr Bedeutung für die menschliche Ernährung und die beiden Immekather hoffen, ihren eigenen Tofu bald selbst herstellen zu können.

Bisher wurden in ganz Sachsen-Anhalt 148 Gärten mit der Plakette für ökologisches Wirtschaften ausgezeichnet.

Einblicke in ihr grünes Reich mit Tipps zum Nachmachen gewähren Aline Herbez und Holger Schwerin im Internet unter hofimmekath.wordpress.com.

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