Ortsgruppe betrachtet Klageweg für gescheitert / Räte wollen diskutieren

Schweinemast Kunrau: „Griff nach letztem Strohhalm“

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Sehen im Fortführen der Klage gegen die von Landwirten aus Bad Bentheim geplante Schweinemastanlage bei Kunrau keinen Sinn: Günter Zogbaum (l.) und Wolfgang Lenz.

Kunrau. Lange Gesichter und große Betroffenheit bei der Infoveranstaltung der Kunrauer BUND-Ortsgruppe über den Stand der Klage gegen die geplante Schweinemastanlage am Montagabend: Wie Vorsitzender Wolfgang Lenz und Ortsgruppen-Sprecher Günter Zogbaum darlegten, mache nach dem jüngsten Beschluss der Oberverwaltungsgerichtes Magdeburg eine Fortführung der Klage keinen Sinn.

„Es wird gebaut, egal ob wir gewinnen“, bedauerte Zogbaum, der nicht nur die Rechtmäßigkeit der nun getroffenen Entscheidung anzweifelte, sondern sich auch vom sachsen-anhaltinischen Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Stich gelassen fühlt.

Auf Drängen einiger Mitglieder des Kunrauer Ortschaftsrates einigten sich die Kunrauer nach eineinhalb stündiger Versammlung darauf, noch einmal alle Möglichkeiten auszuloten, um dann bei der nächsten Ortschaftsratssitzung das Thema im Rahmen einer öffentlichen Diskussion auf die Tagesordnung zu setzen. Insbesondere Burkhard Hartmann und Ortsbürgermeister Uwe Bock konnten sich mit dem Scheitern der jahrelangen Initiative der Kunrauer nicht abfinden und appellierten, doch noch nach „dem letzten Strohhalm“ zu greifen.

Von Matthias Mittank

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