Leader-Projekte für neue Prioritätenliste: Frist bis Mitte September

Rund um den Drömling: Ideen für 2017 sammeln

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LAG-Vorsitzende Silke Wolf (2. v. l.) freute sich, dass trotz des parallel laufenden Fußballspiels so viele Interessenten in den Klötzer Ratssaal gekommen waren. Sie können nun ihre Ideen aufschreiben, dann klären die Leader-Manager wie Wolfram Westhus (l.), in welches Förderprogramm sie passen.

Klötze. „Die LAG hat noch richtig viel Spielraum“, stellte Wolfram Westhus am Dienstagabend im Klötzer Ratssaal fest. Gemeinsam mit dem zweiten Leader-Manager Dr.

Wolfgang Bock klärte er die Mitglieder der Leaderaktionsgruppe (LAG) Rund um den Drömling und weitere interessierte Akteure über die neuen Förderrichtlinien auf. Für Außenstehende ist es nicht leicht, sich im Wirrwarr der verschiedenen Förderrichtlinien und Abkürzungen zurechtzufinden. Dessen waren sich die beiden Leader-Manager ebenso wie Beate Prange, beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Mitte zuständig für die Dorfentwicklung, bewusst. Ihre Bitte lautete deshalb: „Jeder, der ein Vorhaben umsetzen möchte, sollte sich beraten lassen. “ Die beiden ALFF in Salzwedel und Wanzleben seien dabei ebenso Ansprechpartner wie die Leader-Manager. „Warum es so viele verschiedene Fördergrundlagen gibt, die dasselbe fördern, können wir nicht sagen. Nutzen Sie es einfach“, bat Beate Prange weiter.

Das unterstrich auch Dr. Wolfgang Bock: Die Interessenten bräuchten für die Prioritätenliste der LAG für 2017 nur den dreiseitigen Projektbogen auszufüllen. „In welches Förderprogramm die Idee dann passt, klären wir Manager“, so Dr. Bock. Zur Beratung können die Sprechtage der Manager genutzt werden.

Trotz des parallel laufenden Fußballspiels war der Klötzer Ratssaal am Dienstagabend gut gefüllt. Vor allem aus dem Raum Oebisfelde und aus Calvörde, aber auch aus Klötze hatten sich Interessenten eingefunden. Bis zum 15. September haben sie Zeit, ihre Ideen zu entwickeln, mit dem Leader-Manager zu besprechen und sich über die Finanzierung Gedanken zu machen. Dann wird geprüft, ob das Vorhaben in die Lokale Entwicklungsstrategie, die sich die LAG gegeben hat, passt. Diese ist recht weit gefasst, so dass sich vom Vereinsvorhaben über soziale Projekte bis zum Wegebau Ideen verwirklichen lassen. Ende Oktober wird die Mitgliederversammlung dann erneut zusammentreten, um über die Prioritäten für 2017 abzustimmen. Am 10. November müssen die Prioritätenlisten beim Land abgegeben werden, das dann über die Bewilligung der einzelnen Projekte entscheidet.

Für 2016 hatte die LAG nur vier Projekte eingereicht, da die Förderrichtlinien erst spät veröffentlicht wurden. Dafür wurden diese Anträge gründlich vorbereitet und nicht, wie bei anderen LAG, die eine Vielzahl Projekte einreichte, mit schneller Nadel gestrickt. Eine Strategie, die zum Erfolg führte: „Zwei der vier Projekte sind so gut wie bewilligt“, kündigte Wolfram Westhus an. So sind Bescheide angekündigt für die Schädlingsbekämpfung an der Gehrendorfer Kirche und das Projekt der Neinstedter Anstalten, die in Etingen einen ehemaligen Bauernhof zum Wohn- und Arbeitsprojekt für Behinderte umbauen will. 12 bis 14 Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen sollen dort barrierefreie Wohnungen bekommen. Sie werden selbst Obst und Gemüse anbauen, Tiere halten und sich zum größten Teil so selbst versorgen. Das dient nicht nur der Therapie, sondern auch dazu, ein Stück traditionelles Landleben zu erhalten.

Von Monika Schmidt

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