Stark III-Anträge der Stadt zur Grundschulförderung: Raumplan für Weferlingen entwickeln

Für Rätzlingen ist schon alles klar

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Für die Grundschule Rätzlingen ist die Aufgabenstellung bei der Sanierung klar: Der Grundriss des Gebäudes bleibt, es soll ein neues Dach bekommen und energetisch saniert werden. Für die Grundschule in Weferlingen muss dagegen auch der Raumbedarf festgelegt und in ein Projekt übertragen werden, damit ein Antrag auf Stark III-Förderung gestellt werden kann.

Rätzlingen / Weferlingen. „Der Antrag zur Grundschule Weferlingen begleitet uns seit fünf Jahren, seit Beginn der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen“, erinnerte Bürgermeisterin Silke Wolf bei der Sondersitzung des Bau- und Vergabeausschusses im Mehrgenerationenhaus.

Nun soll er endlich auf den Weg gebracht werden. Um einen Antrag an das Stark III-Programm zu stellen, „brauchen wir eine Planung“, erklärte Silke Wolf. Dazu müsse entschieden werden, in welcher Größenordnung die Schule für die Zukunft gebaut werden soll.

„Wie viele Kinder sollen dort beschult werden?“, fragte die Bürgermeisterin in die Runde des Bauausschusses. „Wir brauchen als Verwaltung einen Auftrag“, forderte sie einen Beschluss des Gremiums, damit eine Ausschreibung für einen Planer auslöst werden kann. „Das dauert mindestens ein halbes Jahr“, warnte Silke Wolf schon mal vor.

Schulleiterin Sabine Nieber machte den Ausschuss noch einmal eindringlich auf die Notwendigkeit einer baulichen Veränderung aufmerksam. „Unser größtes Problem ist der Raum“, erklärte sie. Derzeit werden 182 Schüler plus zehn Flüchtlingskinder betreut, für das nächste Schuljahr liegen bereits 42 Anmeldungen vor. „Wir bleiben bis 2018 bis 180 plus ein paar mehr Schüler“, erklärte die Schulleiterin. Danach werde laut Bevölkerungsprognose die Schülerzahl sinken. Der Raumbedarf reicht nicht aus, deshalb soll es einen Anbau an die Grundschule mit ihren vorhandenen vier Klassenräumen geben, in dem drei weitere Klassenräume, ein Schulleiterbüro und ein Bewegungsraum geplant werden. Das Nebengebäude, die sogenannte Planschule, muss noch mitgenutzt werden. Der einzig freie Raum dort ist derzeit der Raum, in dem die Flüchtlingskinder ihren Deutschunterricht bekommen. „Wir sind voll bis unters Dach, wir brauchen den Anbau“, erklärte die Schulleiterin. Zudem müssten dringend die Sanitäranlagen saniert werden. „Manche Kinder ekeln sich richtig davor, auf die Toilette zu gehen“, berichtete Sabine Nieber weiter. Dort müsse schnellstens etwas passieren.

Warum nur für Weferlingen und nicht auch für die Grundschule in Rätzlingen ein Planer beauftragt werden soll, wunderte sich Jörg Lauenroth-Mago (Grüne/Piraten). Schließlich lautete der Stadtratsbeschluss doch, dass für beide Grundschulen Fördermittel über Stark III beantragt werden sollen. „In Rätzlingen besteht schon eine konkrete Aufgabenstellung, dort soll die Bausubstanz erhalten werden“, erläuterte ihm Bauamtsleiter Uwe Dietz. Dort sei klar, dass das Dach erneuert werden muss und eine energetische Sanierung gewünscht sei. „Dafür brauchen wir keine Festlegung aus dem politischen Gremium“, so Dietz weiter. Für Weferlingen müsse jedoch über die Größe der Schule, ihre Zügigkeit und den Raumbedarf, also über das künftige Schulkonzept, entschieden werden. Die Mitglieder des Bauausschusses wurden sich relativ schnell einig: Die Grundschule in Weferlingen soll zweizügig geführt werden, sie soll für 140 Schüler ausgelegt werden und langfristig ist geplant, nur noch ein Schulgebäude zu nutzen. Das Nebengebäude Planschule, das sich ohnehin nicht im Besitz der Kommune befindet, soll langfristig nicht mehr genutzt werden, dafür bekommt das Hauptgebäude einen Anbau. Mit zwei Enthaltungen sprach sich der Bauausschuss für diese Festlegung aus. Der Sozialausschuss wird sich am Montag mit dem Raumkonzept unter den getroffenen Festlegungen beschäftigen und auch über die Frage beraten, ob ein Bewegungsraum sein muss, wie er von der Schulleiterin vorgeschlagen wurde. Den Bedarf sah der Bauausschuss nicht. Der Sozialausschuss tagt am Montag, 23. November, um 17 Uhr im Sitzungszimmer des Weferlinger Rathauses. Weitere Themen sind der Verein ZusammenLeben, der sich um die Flüchtlinge kümmert, und Vorschläge zur Haushaltkonsolidierung.

Von Monika Schmidt

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