Beginnende Pilzsaison: Klötzer Förster verweist auf Kfz-Verbot im Wald

Zu Fuß oder mit dem Rad

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Im Wald beginnen die Pilze zu sprießen: Wer auf der Suche nach ihnen sein Auto am Waldrand abstellt und sich dann zu Fuß ins Waldesinnere begibt, macht alles richtig.

Klötze. Die von Experten in Aussicht gestellte gute Pilzsaison wird den Andrang an Waldbesuchern in den kommenden Wochen auch im Klötzer Forst wieder enorm ansteigen lassen.

„Das ist an sich kein Problem – solange man nicht mit Kraftfahrzeugen jeglicher Art die Waldwege befährt“, verweist Dietmar Schulze, Leiter des Landesforstreviers Klötze, auf einen Gesetzespassus, der im neuen Landeswaldgesetz ebenso verankert ist wie auch schon im alten Forst- und Feldordnungsgesetz. Nur das Wissen darum ist nach wie vor nicht vorhanden. Ganz im Gegenteil: „Das Autofahren im Wald wird seit ein paar Jahren zunehmend zum Problem“, so der Revierförster.

Auf das Fehlverhalten angesprochen, würden die meisten Autofahrer darauf verweisen, dass kein Schild vorhanden oder eine Schranke nicht verschlossen war. „Das muss auch beides nicht der Fall sein – das Gesetz gilt trotzdem“, so Schulze.

Ausnahmen gibt es natürlich auch. So ist es dem Grundeigentümer selbstverständlich gestattet, beispielsweise zum Zwecke der Bewirtschaftung seine Parzellen mit dem Pkw oder dem Traktor aufzusuchen. „Auch Forstbedienstete, Vertreter von Behörden und nicht zuletzt Jäger, die für das Gebiet eine Jagderlaubnis haben, dürfen die Wege mit Kraftfahrzeugen befahren“, erklärt der Revierleiter.

Für die breite Öffentlichkeit gibt es vom Verbot dagegen nur wenige Ausnahmen. „Das ist der Fall, wenn es am Forsthaus Döllnitz eine Veranstaltung gibt – wie den Waldgottesdienst oder den Weihnachtsbaumverkauf“, nennt Schulze zwei Beispiele. Ansonsten gilt: Das Auto vor Betreten des Waldes in der Nähe der Straße abstellen. Insgesamt vier größere Parkmöglichkeiten stünden hierfür entlang der Schwiesauser und der Kakerbecker Chaussee zur Verfügung. „Und wenn man mal zehn oder 20 Meter hineinfährt, um etwas von der Straße wegzukommen, ist das auch kein Problem“, so der Förster.

Doch wer meint, sich von der einen Pilzstelle zur nächsten nicht zu Fuß oder mit dem Rad, sondern mit dem Auto fortbewegen zu müssen, der begeht eine Ordnungswidrigkeit, die über die Untere Forstbehörde auch zur Anzeige gebracht werde. „Wer sich erlaubt und wer unerlaubt mit dem Pkw im Wald aufhält, ist ziemlich einfach zu überprüfen“, so Schulze.

Von Matthias Mittank

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