Drei Varianten denkbar / Außenanbau an der Burg als ungünstigste Lösung

Ortstermin für den Fahrstuhl

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Weil das Erreichen des Rittersaals für Ältere und Behinderte beschwerlich ist, steht ein Fahrstuhl für die Burg seit Langem auf der Wunschliste der Oebisfelder. Jetzt kommt Bewegung in das Thema. Ein Planer erarbeitet mögliche Varianten.

Oebisfelde. In das Thema „Fahrstuhl für die Burg“, das von Klaus Gerike bei den vergangenen Sitzungen des Stadtrates, seiner Ausschüsse und im Ortschaftsrat mit großer Beharrlichkeit zur Sprache gebracht wurde, kommt Bewegung.

Am Montag gab es in Oebisfelde einen Ortstermin mit dem Haldenslebener Planer Dr. Berthold Heinecke. Er ist auch für die Sanierung des Rathauses verantwortlich, kennt sich also mit alten Gemäuern aus. „Die Planungen werden jetzt erarbeitet“, informierte Bürgermeisterin Silke Wolf den Oebisfelder Ortschaftsrat. Auch Klaus Gerike hatte an dem Ortstermin teilgenommen, sodass sich am Montag seine Frage nach dem Stand der Dinge bereits erübrigt hatte.

Im Gespräch mit der AZ konkretisierte Silke Wolf: „Es gibt drei mögliche Varianten“, erklärte die Stadt-Bürgermeisterin. Favorisiert wird ein Innen-Einbau des Fahrstuhls. Dafür sind zwei Varianten denkbar: Geprüft wird, ob der Fahrstuhl direkt im Eingangsbereich zum Rittersaal eingebaut werden kann. „Dazu muss aber ein stabiler Unterbau gemacht werden“, informierte sie. Zudem ist unklar, ob die Deckenkonstruktion der historischen Burg genügend Stabilität hergibt, um den Fahrstuhl zu befestigen. Die zweite Variante ist, dass der Fahrstuhl in den bislang noch ungenutzten Teil der Burg gebaut wird. Dafür müsste dann aber die Heizungsanlage versetzt werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Die dritte Variante wäre ein Außen-Anbau des Fahrstuhls am Burghof.

Der Planer hatte der Stadt versichert, dass es durchaus andere Beispiele gebe, bei denen der Denkmalschutz diese Variante mitgetragen hat. Trotzdem bleiben die Favoriten der Verwaltung die beiden Innenlösungen.

Der Planer wurde beauftragt, alle drei Varianten zu prüfen und auch die Kosten auszurechnen. „Sobald dies vorliegt, werden wir das Projekt vorstellen“, kündigte Silke Wolf an. Sie rechnet allerdings damit, dass es bis zum Sommer dauern wird, bis die Varianten geprüft sind. Unter anderem wird wohl auch noch ein Statiker hinzugezogen werden müssen.

Auf jeden Fall hat die Stadt den Fahrstuhl für die Burg als Leaderprojekt bei der LAG Rund um den Drömling angemeldet. Dabei wurden Kosten von 250 000 Euro angegeben. „Das ist eine sehr grobe Schätzung der Kosten, falls die Heizung mit umgebaut werden muss“, erläuterte Silke Wolf. Sicherheitshalber wurde bei den Kosten etwas höher gegriffen, um nicht hinterher die Fördersumme aufstocken zu müssen. Das wäre ungleich komplizierter, befürchtet sie.

Von Monika Schmidt

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