Pfarrbereich Steimke-Kusey setzt jetzt auf elektronischen Organisten

Orgelmusik zum Mitnehmen

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Bernd Schulz stellt den elektronischen Organisten vor. Im Gegensatz zu einem MP3-Player hat das Gerät Zusatzfunktionen mit dem Tempo, Tonlage usw. reguliert werden können. 

Steimke. „Die musikalische Begleitung ist für einen Gottesdienst sehr wichtig“, erklärt Bernd Schulz, Pfarrer desKirchspiels Kusey-Steimke im AZ-Gespräch.

Damit garantiert bei jedem Gottesdienst Orgelmusik gehört werden kann, hat die Kirchengemeinde nun einen „elektronischen Organisten“ angeschafft – den sogenannten CUB-2.

Was auf den ersten Blick wie eine eine normale Lautsprecherbox wirkt, kann in Wirklichkeit viel mehr als nur Töne abspielen. „Da braucht man bloß eine Speicherkarte, ein SD-Karte, reinstecken, und da ist dann das gesamte evangelische Gesangbuch inklusive Vorspielen drauf“, sagt Bernd Schulz. Stimmlage und Geschwindigkeit und vieles mehr können stufenlos reguliert werden.

Grund für die Anschaffung ist, dass es zu wenig angestellte Kirchenmusiker gibt und die zwei ehrenamtlichen Kirchenmusiker in der Gemeinde es nicht schaffen, bei jedem Gottesdienst zu spielen. „Und was an Technik drin steckt, ist sein Geld auch wert“, so der Pfarrer. 2600 Euro hat CUB-2 gekostet. „Die Gemeindekirchenräte im gesamten Pfarrbereich haben große Bereitschaft gezeigt das Gerät anzuschaffen. Auch die, die jemanden haben, der beim Gottesdienst Orgel spielt. Es ist toll, dass sie einen Blick dafür haben, was allen zugute kommt“, erklärt Bernd Schulz. Er hofft nun darauf, dass der Kirchenkreis seinem Antrag zustimmt und den elektronischen Organisten bezuschusst.

In Kusey hat Bernd Schulz den CUB-2 bereits beim Gottesdienst getestet. Die Resonanz war mehr als positiv. „Natürlich haben die Leute erstmal geguckt, was ich da für ein komisches Ding habe. Vom Klang waren alle begeistert“, erzählt der Pfarrer froh.

Natürlich, so betont Bernd Schulz, solle und könne der elektronische Organist von Hand gemachte Musik nicht ersetzen. „Aber das ist viel besser, als auf Musik verzichten zu müssen. Zwischendurch habe ich schon mal selbst versucht, mit dem MP3-Player Lieder einzuspielen. Die Stücke sind dann aber nicht auf die Gemeinde zugeschnitten, sie sind zu schnell oder zu hoch. Ich habe die Lieder dann selbst bearbeitet, aber die Qualität der Musik war dann nicht so toll“, sagt Bernd Schulz.

Der CUB-2 soll nun vor allem bei den Gottesdiensten in den Orten Jahrstedt, Neuferchau, Röwitz und Wenze eingesetzt werden. „Überall dort, wo es keine Begleitung gibt oder wenn ein Organist ausfällt“, fasst der Pfarrer zusammen. Zudem könne er bei sogenannten Amtshandlungen, zum Beispiel Taufen oder Beerdigungen, eingesetzt werden.

Von Katharina Schulz

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