Pfifferling und Maronen bereits im Kommen? / Klötzer Experte kann das nicht bestätigen

Noch werden Pilzsammler von ihren Funden nicht satt

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Laut dem Landesverband der Pilzsachverständigen in Sachsen-Anhalt wachsen nun beliebte Speisepilze wie Pfifferlinge.

Klötze. Der sich zu der sommerlichen Wärme gesellende reichliche Regen der zurückliegenden Wochen soll es möglich machen – in Sachsen-Anhalts Wäldern beginnen laut dem Landesverband der Pilzsachverständigen bereits die beliebten Speisepilze wie Pfifferlinge, Maronen und Steinpilze zu sprießen.

Ähnliches berichten derzeit auch Experten aus Sachsen und Bayern.

Pilzberater Gerhard Schnüber aus Klötzer, hier auf einem Archivfoto, empfiehlt Pilz-Freunden: Ruhig noch die Füße stillhalten.

Für die Wälder rund um Klötze kann das Pilzsachverständiger Gerhard Schnüber, der am vergangenen Wochenende selbst nachgesehen hatte, allerdings so noch nicht bestätigen. „Vielleicht geht es ja die nächsten Tage los – zurzeit wird man aber nicht viel finden“, ist der Klötzer auf Nachfrage der AZ überzeugt.

Selbst bei den Wärmel iebenden und wohlschmeckenden Pfifferlingen, deren Saison ja für gewöhnlich im Sommer beginnt, wisse Schnüber von anderen Pilzsammlern, dass es an den bekannten Fundorten noch relativ mau aussehe. „Mit Glück sind es mal drei oder vier Pfifferlinge an einer Stelle“, so Schnüber. Für eine Mahlzeit reiche das noch nicht.

Doch wie sieht es mit der Pilzsaison im Herbst aus – ist die momentane Wetterlage ein Garant für eine gute Ernte? „Für das Wachstum des Myzels im Untergrund braucht es Feuchtigkeit – im Mai gab es davon etwas zu wenig, wie es im Juli aussieht, wird sich zeigen. In den letzten Jahren war es zu dieser Zeit meistens zu trocken“, blickt Schnüber zurück. Zu einer Prognose wolle er sich „nicht verführen lassen“.

Bei Fragen rund um das Sammeln von Pilzen und deren Bestimmung steht Pilzberater Gerhard Schnüber (Breite Straße 53 in Klötze) unter Tel. (0 39 09) 37 58 oder per Mail an docdonni@gmx.de zur Verfügung.

Von Matthias Mittank

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