Am Eisernen Kreuz im Klötzer Forst soll wieder ein breites Balkenkreuz an Gefallene erinnern

Neues Kreuz für die Gedenkstätte

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Nachdem 2012 der Gedenkstein saniert wurde, soll er nun ein neues Kreuz erhalten. Statt des schmalen Kreuzes soll an der Gedenkstätte im Klötzer Forst wieder ein bauchigeres Balkenkreuz auf den Stein gesetzt werden.

Klötze. Das Eiserne Kreuz, Anlaufpunkt vieler Wanderungen und Radtouren durch den Klötzer Forst, soll wieder so hergerichtet werden, wie es früher bekannt war. Darüber informierte Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt seine Ortschaftsräte.

Vor allem der Initiative von Uwe Witte ist es zu verdanken, dass das Denkmal wieder in seiner ursprünglichen Form hergerichtet wird, erklärte er. Zwei Klötzer Firmen sponsern das neue Balkenkreuz, das in Kürze das aktuelle Kirchenkreuz auf dem Gedenkstein ersetzen soll, erläuterte der Ortsbürgermeister im AZ-Gespräch. „Das Ganze kostet uns keinen Cent“, freut sich Hans-Jürgen Schmidt über die Initiative.

Ende 2012 war bereits der Gedenkstein restauriert worden. Zwar konnte die alten Buchstaben auf dem Gedenkstein für die gefallenen Forstleute und Waldarbeiter nicht wieder rekonstruiert werden, aber die Schrift wurde neu auf den Stein aufgetragen. Nun soll auch Kreuz wieder so hergerichtet werden, wie es ursprünglich war. „Es entspricht aber nicht dem Eisernen Kreuz, wie es aus dem Krieg bekannt ist“, versicherte Hans-Jürgen Schmidt. Aber es soll anstelle des schmalen Kreuzes, das in den vergangenen Jahrzehnten verwendet wurde, wieder ein breiteres Balkenkreuz auf den Stein gesetzt werden. „Es soll wieder so auf den Stein gesetzt werden, wie es mal war“, betonte der Klötzer Ortsbürgermeister.

Mit alten Bildern hatte Uwe Witte sein Anliegen dokumentiert. Der Ortsbürgermeister trug das Anliegen bei der Stadt und der Forst vor und traf auf Zustimmung. „Es gibt keine Bedenken“, informierte Schmidt die Ortschaftsräte. „Wir sind froh, wenn solche markanten Punkte in der Stadt aufgewertet werden“, fasste der Klötzer Ortsbürgermeister zusammen.

Das Denkmal im Klötzer Wald wurde nach dem Ersten Weltkrieg errichtet. Der Förster Mierzwa schuf damals die Grundlage. Kleinere Feldsteine wurden zusammengetragen und aufgetürmt. Der oberste Stein wurde aufgerichtet und mit der Inschrift versehen. Daran wurde ein Kreuz mit der Inschrift 1914 bis 1918 befestigt, das sich auf die gleichnamige Auszeichnung für Kriegshelden bezieht, die seit den Befreiungskriegen gegen Napoleon 1813 vergeben wurde.

Heute ist die Wegeskreuzung im Klötzer Forst für viele Ausflügler ein beliebter Treff- und Rastpunkt, der zum Verweilen einlädt. Aus allen Richtungen führen die Wege des Waldes dort zusammen.

Von Monika Schmidt

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