Stadtumbau-Mittelnoch einmal aufgestockt

Busbahnhof Klötze: Nachträglich Toilette bauen

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An der ehemaligen Zufahrt vom Busbahnhof zur Hagenstraße, die nun durch einen Hochbord abgetrennt ist, wird im kommenden Jahr ein Toilettenhäuschen errichtet. Dafür wurden nachträglich noch Fördermittel bewilligt.

Klötze. Dass am neuen Busbahnhof in Klötze auch unbedingt eine öffentliche Toilette entstehen soll, war der politische Wille des Stadtrates. Ursprünglich reichten die finanziellen Mittel der Stadt nicht aus, um die Toilette gleich mitzubauen, hieß es.

Die Verwaltung verhandelte aber noch einmal nach. „Und jetzt haben wir hellgrüne Signale“, so Bürgermeister Matthias Mann im Hauptausschuss. Denn die Stadt konnte zusätzliche finanzielle Mittel aus dem Programm Stadtumbau-Ost erhalten. „Aber wir müssen die Finanzierung insgesamt nachweisen“, erläuterte er. Deshalb wurde der Haushalt noch einmal umgestrickt. Die Co-Finanzierung für die Fördermittel kann die Stadt aufbringen, weil die Eigenmittel für den geplanten Feuerwehr-Gerätewagen nicht benötigt werden. Für diese Anschaffung erhielt die Stadt keine Förderung. „Es war damit zu rechnen, dass das abgelehnt wird“, erinnerte Matthias Mann.

Insgesamt wird – weil mehrere Dinge umgestrickt werden müssen – eine Mehrausgabe von 171 000 Euro für den Busbahnhof ausgewiesen. Das Toilettenhäuschen nimmt dabei aber nur einen Umfang von 70 000 bis 80 000 Euro ein, zumal die Anschlüsse schon im ersten Teil der Baumaßnahme mitgeplant waren. Dazu kommen Mehrausgaben, die bei etwa 14 000 Euro liegen. „Das ist bei einer Gesamtinvestition von einer halben Millionen Euro nicht viel“, schätzte der Bürgermeister ein, der Mühe hatte, den Hauptausschussmitgliedern das komplizierte Haushaltsverfahren zu erläutern. „Das hängt mit der Aufteilung der Fördermittel in Jahresscheiben zusammen“, erklärte er, warum 80 000 Euro und 140 000 Euro in der städtischen Rechnung 171 000 Euro werden. Insgesamt kostet der Busbahnhof, der Ende September fertiggestellt sein soll, nunmehr 696 000 Euro. Die Stadt erhält für die Maßnahme insgesamt Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm von 464 000 Euro, der Eigenanteil beträgt 232 000 Euro.

Errichtet werden soll die Toilettenanlage zusammen mit der Bepflanzung allerdings erst im Jahr.

Von Monika Schmidt

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