Flammender Appell für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

„Da muss man Angst haben“

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Auch in Kunrau werden die Autofahrer um Rücksicht auf die Schulanfänger gebeten. Die Plakate, die teilweise schon verblasst sind, werden aber häufig von den Verkehrsteilnehmern ignoriert, die gerade an den Ortsausgängen ordentlich aufs Gaspedal treten. Davor warnt Uwe Bock aus Kunrau.

Kunrau. „Die Grundgeschwindigkeit in den Orten ist viel zu hoch.“ Der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock hat deshalb in seinem Ortschaftsrat einen flammenden Appell zum Wohle der Schulanfänger gehalten.

„Die Verkehrsteilnehmer sollten auf die Abc-Schützen achten“, wünschte er sich. Und zwar nicht nur in den Orten, in denen sich Grundschulen befinden, wie in Kunrau. Sondern auch besonders in den Ortsteilen, aus denen die Kinder zur Schule gebracht werden. „Bei manchen ist die Geschwindigkeit so hoch, da muss man beim Überqueren der Straße Angst haben“, hat der Kunrauer Ortsbürgermeister festgestellt. In Kunrau gebe es zwar eine Ampel, die den Schülern das Überqueren der Ortsdurchfahrt erleichtert. In vielen anderen Orten sei das aber nicht der Fall. „Da muss es dann heißen ,Runter vom Gas’“, appellierte Uwe Bock. Und seine Sorge galt nicht nur den Schülern. Auch auf die Senioren, die es nicht so schnell von einer zur anderen Straßenseite schaffen können, müsse Rücksicht genommen werden. Zudem kritisierte er, dass die Plakate, die auf den Schulanfang aufmerksam machen, teilweise schon verblasst sind und nicht mehr überall gelesen werden können. Ersatz sei dafür nötig.

Uwe Bock bat darum, dass die Verkehrsteilnehmer gerade am Kunrauer Ortsausgang nicht sofort voll aufs Gas steigen. Zwar sei die Schule durch Gehweg und Begleitgrün von der Straße etwas abgelegen, trotzdem könne es immer mal passieren, dass ein Kind im Eifer des Gefechts in Richtung Straße unterwegs sei. Am Soeleckengarten, dem anderen Kunrauer Ortsausgang, hatte der Ortsbürgermeister gemeinsam mit Eltern vor Jahren einmal den Test gemacht. Dort wurde von den Erwachsenen ein Ball auf die Straße gerollt, um spielende Kinder nachzumachen. „Die Lkw-Fahrer haben nicht mal gezuckt, die sind einfach weitergefahren“, berichtete Uwe Bock.

Von Monika Schmidt

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