Martin Schilling stören die Pappeln / Klaus Vohs: „Werden weiter abgeholzt“

Lupitzer wollen ihren Brocken-Blick zurück

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Irgendwo am Horizont vom Gipfel des Lupitzer Rodelberges in Richtung Süden blickend soll er zu sehen sein – der Brocken. Zumindest wenn die Wetterbedingungen stimmen und die Pappeln nicht im Wege stehen würden. Das monierte nun Martin Schilling.

Kusey. „Man sieht ihn nicht mehr“, machte Ratsherr Martin Schilling während der Ortschaftsratssitzung in Kusey in dieser Woche aufmerksam, und meinte damit den Luftlinie gut 90 Kilometer entfernten Brocken, der bei guter Wetterlage vom Gipfel des Sandkuhlen- bzw. Rodelberges im Kuseyer Ortsteil Lupitz zu sehen sei.

Jedenfalls theoretisch – wenn eine Reihe gewaltiger Pappeln den Einwohnern nicht die Sicht versperren würde.

Diese an einem Graben stehenden Bäume müssten weg, fand der Kuseyer, zumindest in einer Schneise, durch die man dann die mit 1141 Metern höchste Erhebung des Harzes wieder zu Gesicht bekommen könnte. Doch wo soll die Lücke hineingehauen werden, wenn der Brocken doch gar nicht zu sehen sei? Mit einem zwinkernden Auge empfahl Ratsfrau Karin Engelmann daraufhin „rückwärts zu gucken“ – also vom Gipfel des Brockens in Richtung Kusey.

Kuseys Ortsbürgermeister Klaus Vohs machte deutlich, dass die Tage eines Großteils der Pappeln rund um Kusey bald gezählt sein werden. Aus einem Gespräch mit dem Unterhaltungsverband Obere Ohre wisse der Ortschef, dass – wie schon bisher erfolgt – auch in den nächsten Jahren an Gewässerläufen alte Pappeln gefällt werden müssen. Gleiches treffe für weitere Pappeln in Kusey oder am Köckter Weg in Röwitz zu.

Nachgepflanzt werden sollen die bereits nach wenigen Jahrezehnten bruchanfälligen Weichhölzer nicht, so der Ortsbürgermeister.

Von Matthias Mittank

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